Donnerstag, 25. Dezember 2025

San Carlos, Pepe und die Wale

Heute war mal wieder früh aufstehen angesagt. In der Bucht von Magdalena gibt es Buckelwale und die ersten Grauwale sind gestern schon gesichtet worden. Um 8.00 war die ganze Bucht noch voller Nebel. Na  ob wir heute was Sehen? Wir waren skeptisch. Unser Boot war auch noch auf dem Trailer und hing noch am Pickup dran. Na toll dachten wir, das wird nix heute. Aber Pustekuchen. Wir sind ins Boot gestiegen und wurden zum Bootsanleger gefahren. Verrückt aber praktisch die Mexis. Und ist das überhaupt erlaubt? Naja egal. Im Wasser angekommen quälte sich die Sonne durch den Nebel. Angeblich ein gutes Zeichen. Erstmal wurden uns die Mangroven gezeigt, dann eine Landzunge voller Pelikane, die gerade erwachten und dann später ausschwärmen zum Frühstück. Wir hatten auch noch kein Frühstück, nur einen schnellen Kaffee. Dann volle Kraft hinaus in den Nebel. Wasser  Himmel, Wolken, Nebel. Man konnte nix unterscheiden. Keine Orientierung. Pures vertrauen in Pepe den Capitanos. Das Boot wurde langsamer und plötzlich konnte man an einer Grenzboje Seelöwen sehen. Auch die noch am schnarchen. Die liegen im Wasser mit Kopf und Schwanz raus und poofen. Sehr lustig. Der Platz auf der Boje war beliebt. Und so gab es immer Rangelei da oben. Quetschen, Schubsen, Ready To Rumble...und Plumps...Der Looser fällt rein und schimpft mächtig während er um die Boje schwimmt  aber nirgendwo hoch kommt...unlucky... Und wir haben ihn auch noch ausgelacht...So ein Spektakel haben wir uns noch ein paar mal angesehen. Pepe war echt entspannt, geduldig und easy going. Dann wieder Speed ins Nichts. Der Nebel lichtete sich wirklich und der Himmel war nur noch bewölkt. Vom Nebel-Fiesel waren wir mittlerweile Patschnass. Regenjacken lagen schön im Auto. Dann hat Pepe das Boot wieder angehalten. Auf dem Wasser sprangen ganze Fischschwärme hoch. Er erklärte uns, daß unter Wasser ein grosser Fisch ist, der die Schwärme jagt und frisst. Die einzige Überlebenschance für die kleinen Fische ist Raus aus dem Wasser. Momentan noch gut, aber...remember...wenn die Pelikane erwachen...schnappt die Falle von oben zu...That's life...Der Fischschschwarm hatte sich vor und um unser Boot verteilt und ich hatte etwas Schiss, das gleich der Riesenfisch kommt und uns umkippt. Der Fisch zeigte sich dann auch spingend aus dem Wasser. Keine Ahnung was es für einer war, aber so ca. 1m lang. Ok...Der konnte uns nicht umschubsen. Ich war wieder beruhigt. Weiter Speedy Pepe und einfach wieder mitten auf dem Wasser  den Motor aus und warten auf die Wale. Irgendwie unheimlich. Niemand da draussen, ausser wir. Bei den anderen Touren waren immernoch mehrere Boote um uns herum. Diesmal nicht. Dann hörten und sahen wir eine Fontaine. Und Pepe steuerte ganz langsam und ruhig in die Richtung. Sehr entspannt der Typ. Die anderen Touren sind mit Speed zum Wal. Da kamen wir uns oft wie Jäger vor. Kein schönes Gefühl für mich. Aber mit Pepe...Super...Am Punkt der Fontaine angekommen, wieder Motor aus und warten. Die Buckelwale können 8-14 Min unter Wasser bleiben. Lustige Angabe...hihihi...Ich hätte einfach gesagt ca. 15 Min. Aber okay...präzise Infos...Und dann kam er raus. Springend, mit der Flosse aufs Wasser patschend...Hola...Guten Morgen....ca. 5m vom Boot entfernt...Großartig...Wir waren begeistert. Und es waren erst 2 Std. von unsere 7 Std. Tour vergangen. Jetzt wussten wir, das wird ein  bomben Tag. Gut, dass wir den Umweg nach San Carlos gemacht haben. Es wurde immer schöner und wir haben noch viele Wale ganz nah am Boot gehabt. Mein Fernglas konnte ich weg packen. Dadurch das Pepe immer mit den Walen, mit deren Geschwindigkeit und in deren Richtung fuhr, fühlten sich die Riesen komfortabel und einfach wohl bei uns. Beste Waltour ever...An einer kleinen Bucht haben wir dann auf dem Wasser Picknick gemacht, während Schildkröten um uns herum schwammen. Auch witziges Bild wenn sie ihren Kopf und Hals aus dem Wasser halten zum Atmen und Gucken. 3 Jungs sind mit Schnorchel ins Wasser gegangen um die Kröten an den Felsen unter Wasser zu sehen. Wir haben Panini gefuttert. Dann sind wir an eine Stelle gefahren, wo Pepe gestern die ersten Grauwale gesehen hatte. Wieder mitten im Wasser Motor aus und warten. Dann hörten wir irgendeinen Sound. Martin sagte sofort, dass sind Wale. Ich: Ja klar...Wir sind über Wasser...Die hört man nur im Wasser...Aber dann meinte Pepe auch, das könnte Walgesang sein. Also GoPro ins Wasser....und...tatsächlich...Unter Wasser voll laut...über Wasser so laut wie Eulen oder Uhus....Super...Mein Stadtkind Mattin...erkannt wegen dem Onkelz Lied Baja...viva los tioz..  hihihi...Gesehen haben wir nur einen Grauwal in der Ferne. Gehört haben wir die Fontaine sehr deutlich. Grauwale pusten nicht waagerecht aus einem Loch sondern senkrecht mit Kopf aus dem Wasser. Daher ein viel lauteres Geräusch. 
Es war eine echt tolle Tour. So entspannt und abwechslungsreich. Wir waren voll happy. Nun hatten wir noch 2,5 Std. Fahrt nach Loreto vor uns. Also ab auf die Piste und weiter. Um 19.30 am Bungalow angekommen  nur noch Burger gefuttert, Cervezas und Baja gehört. Perfect Lovely Day..


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