Freitag, 25. Oktober 2019

Wieder Netz. Wieder weg.

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!!!

Wir sind wieder online! Und zwar im Flieger nach Dubai.

Nach ein paar Tagen ohne Netz gibt es jetzt das letzte Update...
Auf den meisten Campingplätzen gab es kein WLAN, oder es war zu weit weg oder funktionierte nicht. Also hier ein kurzer Bericht der letzten Afrikawoche.
Wir hatten etwas Pech und haben 1-2 falsche Entscheidungen getroffen, was uns gefühlt 5 Tage fast nur fahren eingebrockt hat. Aber der Reihe nach...unser 4x4 Camper war ja cool, aber  leider ging der Kühlschrank nicht. Was bei 35 Grad Aussentemperatur schon ein Desaster ist. Mein tägl. Sixpack Bier musste schon kalt sein! Die Mietwagenfirma schickte uns erst zu einem Camperfachmann, der das Ding aber nicht reparieren konnte. Wechseln durfte er nicht,weil zu teuer. Nach einigen Telefonaten gaben sie uns schließlich ein neues Womo. Top - so ein 8 Meter Schiff für 4 Personen mit Klimaanlage, Dusche und allem Schnickschnack...nicht schlecht,aber irgendwie auch unflexibel. Egal, wir wollten nicht noch mehr Zeit verdaddeln und haben uns das Ding genommen. Kostete uns fast einen ganzen Tag... weiter gings dann von Port Elizabeth die Küste entlang. Wir wollten noch eine Whale watching Tour machen. Leider fanden aufgrund des Wetters keine statt. Das Pech hatten wir ja in Hermanus schon.
Also dann die berühmte Garden Route...fanden wir gar nicht so dolle. Dann wurde uns die Küstenstrasse nach Durban empfohlen. Ganz schön, aber 200 km über hunderte Dörfer kosteten uns nochmal ein ganzen Tag....
Zeit....kann man die eigentlich totschlagen?
Wir haben uns dann entschlossen, die grossen Städte zu ignorieren und sind dann zu einem Zuludorf gefahren um auf den Spuren von Shaka Zulu zu wandeln. Hat irgendjemand die Serie eigentlich noch? Auf VHS oder Betamax? Hahahaha....
Danach gings in die Zentralen Drakensberge - grossartig! Schade, das wir nicht mehr Zeit hier haben. Wir mussten weiter zum Krüger Nationalpark.
3 Tage auf Pirschfahrt! Big Five gesehen! Wildlife pur bei 42 Grad...
Dann weiter über den Bryde Canyon Richtung Johannesburg. Wieder so ein Desaster - Ausfahrt nicht gefunden weil Baustelle. Umweg über diverse Dörfer und dann in Middelburg gelandet. Eigentlich wollten wir bis kurz vor JoBurg...da fehlten rund 200km. Dann der Donnerstag - ein Tag vor Abreise:
Um 6 Uhr aufgestanden, Rucksäcke packen, Camper aufräumen (mit Pavianen die unseren Müll durchwühlten)  - 200km bis JoBurg gefahren - Theater mit der Mietwagenfirma, weil der Transfer zum Hotel nur den Umkreis von 25km beinhaltete, unser Hotel aber 27km weit weg war. Wir also die Aggrotour gefahren von wegen mieser Service und so und zack, klappte das mit dem Fahrer.
Wir also los, kaum in JoBurg drin - Polizeikontrolle. 4 Bullen stürzten sich auf unser Auto und durchsuchten die Taschen. Krass: Als der eine in meiner Geldbörse noch Euros fand, wollte er glatt ein Fuffi als Souvenir haben... ich hab ihn dann auf ein 5er runtergehandelt... Geil. Bullen in Johannesburg geschmiert. Man lernt immer noch dazu....😂
Kommen dann am Gebäude wo unser Appartement ist an, und der Typ an der Rezeption weiß nicht wem unsere Bude gehört und wie wir an die Schlüssel kommen.
Super. Ich sah mich schon mit Rucksack durch Johannesburg laufen und ein Hotel suchen. Nach einiger Zeit kam aber die Putzfrau runter und brachte uns den Schlüssel. Sie war halt noch zu gange. Der Besitzer wahrscheinlich auf Nashornjagd in der Pampa. Egal, wir kommen also in die Bude und finden ein Porno-Luxus-Gangster Appartement im 11. Stock mit Blick über Johannesburg vor. Krasser Las Vegas Style: Weisse Ledercouch. In Room Küche. Curved LED. Regenwalddusche. Hammer, für umgerechnet 30 Euro....
Wir  aber schnell weiter zum Apartheid Museum. Sehr bedrückend/beeindruckend.
Dann dauerte es wieder ewig bis wir ein Uber zurück bekamen. Taxi Unternehmen sind hier tot. Alles Uber. Wir aber kein Internet auf dem Handy...das nächste mal hole ich mir auf jeden Fall eine lokale SIM.
Schließlich nochmal afrikanisch essen und ab ins Pornoloft, das tägl. Sixpack vertilgen: schick in Unterplinte am Fenster mit Dosenbier JoBurg betrachten....auswärts ist man halt asozial....hahaha
Heute morgen dann noch ein bisschen durcg JoBurg gestiefelt. Nicht wirklich schöne Stadt, aber nach dem ganzen Wildlife auch mal ne Abwechslung.
Ständig wird man darauf aufmerksam gemacht, wo es sicher ist und wo nicht. Wir hatten nie Schiss, bekamen aber immer wieder ein mulmiges Gefühl 'eingeredet'.
Jetzt sitzen wir also im Flieger nach Dubai, da 4 Std. Aufenthalt und dann ab nach Düsseldorf. Leider gönnt mir Emirates nur 20MB frei, daher kommen die Tage von zu Hause noch ein paar Fotos, mein Südafrika Fazit und evtl. noch Lachgeschichten von der Maus.
Danke fürs lesen und mitverfolgen!

Kleine Anekdote zum Schluss:
Wenn ich zu Judith sage "halt den Rand" ist sie sogar erfreut!!!!
Bis dann
MaJo

Sonntag, 13. Oktober 2019

Endlich Tiere

Nachdem wir die Haie überlebt haben ging es die Gardenroute entlang bis nach Plettenberg Bay. Ein echter Ferienort für die Afros. Jede Menge Freizeitgestaltung möglich und natürlich Strand. Wir haben einen tollen Campingplatz direkt an der Lagune gefunden. Die Lagune entsteht aus dem Flutwasser des Ozeans. Am nächsten morgen war Ebbe und wir hatten eine Robbe beim Frühstück. Auf dem Platz war ein Bikerfestival. Die starteten um 9.00 ihre Aufwärmrunden und fuhren dann ab. Wir hatten einen super Vollmond. Man kann hier richrtig sehen, dass der Mond ein Planet ist und ganz deutlich die unebene Oberfläche erkennen. Wir müssen hier mit den Möwen unser Toast teilen, sonst holen sie es sich vom Tisch weg. Angefixt von den Haien wollten wir auch noch eine Waltour machen. Die waren aber alle ausgebucht. Also wieder rauf auf die Gardenroute. Im Tsitsikama Gebiet liefen uns Paviane über die Strasse und an dem berühmten Ottertrail fand gerade ein  Marathon statt. Wir waren also wieder Mal mitten im Geschehen statt in der Natur. Egal...Am Ende der Gardenroute in Storm River Mouth sind wir einen kleinen Walk über drei Hängebrücken gelaufen. Habt ihr ja wahrscheinlich auf den Bildern gesehen. Dann mussten wir noch ein ganzes Stück bis Addo fahren. Unsere erste Nachtfahrt. Sehr anstrengend. Schwarze Leute die an einem Samstagabend über unbeleuchtete Strassen laufen. Wir schalten das Fernlicht aus bei Gegenverkehr, die Afros machen die Scheinwerfer komplett aus. Und die Anhalter winken mit Geldscheinen am Strassenrand um mitgenommen zu werden. So langsam lernen wir die Sitten und Gebräuche hier kennen und lieben. Heute unsere erste Safari mit dem Camper. Im Addo Elephant N.P. Es war ein kleines Eingewöhnen für den Krüger N.P. Augen und Ohren funktionierten sobald wir durch das Gate waren. Eine Schildkröte turtlete uns entgegen, Elefanten pusteten sich mit roter Erde voll und wedelten sich mit den Ohren Luft über den Rücken, Antilopen und Kudus versteckten ihre Hörner im Gebüsch, Springböcke hüpften fast über die Motorhaube, Zebras rammelten vor uns auf der Wiese und die Büffel guckten wie gewohnt doof hinter uns her. Ein Salamander huscht über unsere Buckelpiste und eine Feldmaus flüchtet von der Asphaltstrasse. Nicht zu vergessen der Dung-Käfer, der den Elefantenklops zerteilt um daraus ein Nest zu bauen. Er trägt das 10fache seines Körpergewichtes. Also auch wenn wir nur 2 der Big five gesehen haben, es war super....super.....super....This is Africa.....die Safarikings.

Samstag, 12. Oktober 2019

Waka Waka....

...hey...hey!

Sind auf einem netten Campingplatz kurz vor dem Addo NP angekommen. Von mir wieder nur eine kurze Statusmeldung für alle, die Schiss hatten das wir von Haien gefressen wurden...hahahaha!
Läuft prima. Haitour war toll, anschließend haben wir die Buchten und Strände der Garden Route abgefahren. Morgen geht's in den Addo NP um Grzimeks 'possierliche' Tierchen zu entdecken. Hoffen , die Big Five zu sehen!
Judith wird morgen gaaaaaaanz ausführlich nochmal berichten. Ich hab Bier und chille derweil....

Danke an alle die unseren Krempel lesen und kommentieren!!!

Gruß MaJo

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Hai.lights

Nachdem wir nun also unter die Camper gegangen sind ist das mit dem free Wfi schwierig. Dafür sind die Camps super. Egal ob mit Wildgänsen, Wale oder Pinguine, am Ozean oder an der Lagoone, mit Spaghetti oder Grillfleisch, es ist immer super und time for a beer. Wir waren am Cape of hope, sind die ganze Kapinsel abgefahren und waren immer wieder zwischen tosenden Wellen vom eiskalten Atlantic und schneeweissen Stränden am kalten indischen Ozean hin und her gerissen. Der Sonnenbrand aus Kapstadt pellt sich langsam und ich frage mich, wie es die Weissen in Africa schaffen weiss zu bleiben. Wir gehören schon eher zu den coloured People hier. Dienstag war ein echter Animal Day. Morgens haben wir schon Wale an der Küste gesichtet und kaum im N.P. drin begrüsst uns eine Straussenfamilie. Das Baby ist echt so klein wie eine Taube, sieht aber aus wie ein PonPon mit 2 Beinen. In den Felsen verstecken sich Dassies, die aus der Familie der Elefanten stammen sollen, aber aussehen wie eine Kreuzung von Ratte und Hamster. Kleine Salamander huschen immer mal wieder über die Steine oder strecken alle viere von sich um sich in der Sonne zu wärmen. Dann kamen die Paviane. Die ganze Zeit haben wir Schilder gesehen: Beware of baboons und Don't feed baboons. Plötzlich, etwas abseits der Hauptroute, spazierte ein ganzer Affenstamm vor uns und hinter uns und neben uns herum. Wir sofort locking the doors, open the window und shot...shot...shot. Bilder nur wenig. Internet lahmt. Schlafen gegangen sind wir dann mit den Wildgänsen. Für mich ein perfekter Tag. Eigentlich wollten wir als nächstes eine Tour mit den Big Ocean 5 machen. Wales, Sealions, Robbes, Pinguines and sharks. But the sea is too raugh. Schon seit Montag sind keine Boote mehr raus gefahren. Daher vertrödeln wir heute also einen Tag mit der Sonne und Euch und machen morgen früh um 7.00 Uhr eine Shark-diving Tour. Da hängt an der Seite ein Käfig dran und man kann zu zweit ins Wasser hinein um den Haien ins Auge zu sehen. Die werden vorher mit Blut und toten Robben angelockt. Man hat einen Luftschlauch im Mund über den Sauerstoff vom Boot kommt. Hört sich safe an. Wird also das erste Hai-light für uns. Danach erwartet uns die Garden Route. Also viel im Auto und auf dem Popo sitzen. Erinnert mich an Arbeiten....Shit....Ich hab doch Uuuuurlaub....Cu Shaka Zulu und the African Queen.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Wir Glückspilze

Wir haben ja schon öfter gehört, dass sich hier das Wetter von einer Nanosekunde zur nächsten verändern kann. Heute können wir es eigentlich bestätigen. Eigentlich deshalb, weil wir eine Nanosekunde nicht wirklich erlebt haben. Aber der Tag fing absolut wolkig an. Keine Sonne über Africa. Daher unser ausgetüfftelte Plan heute nach dem Frühstück mit dem Bus durch die Weinfelder, dann zur Waterfront und dann mit dem Bus zum Signal Hill den Sunset angucken. So war der Plan und so haben wir es auch geschafft. Bis zum frühen Nachmittag war es absolut wolkig. Der Tafelberg präsentierte sich nicht mit seinem Tischtuch, sondern war nur zur Hälfte zusehen. Wie auch auf unseren Bildern. Der Lions Hill und die 12 Apostel Berge waren auch weg. Wie gut, dass wir gestern bei strahlendem Sonnenschein alles gesehen hatten. Heute haben wir dann auch des öfteren gehört, dass man sich hier immer eincremen soll. Denn die Südafrikanische Sonne ist tricky.  Die Info kam zu spät. Denn vom Gesicht her waren wir beide heute Rothautindianer. Den ganzen Tag waren wir am lästern wie wohl die Sunsettour ohne Sonne aussehen würde. Aber wie schon in Alaska von uns erlebt: We booked it, we do it. Und es geschah. Als wir vom Kaffeetrinken von dem  Rooftop des 5 Sterne Silo Hotels kamen, strahlte Klärchen vom Himmel. Da es nach 4 war  konnten wir also unser Bierchen in der Sonne geniessen. Verschwunden ist die Sonne dann zwar doch wieder hinter Wolken und nicht im Meer. Aber schaut euch die Bilder an. Toll war es....ohne Zweifel.... Auf unserer Tour haben wir heute viel gehört über die Apartheid Probleme. Echt krass was da so von den Weissen verunstaltet wurde. Ein Glück das es nun teilweise und langsam durch junge Generationen anders wird. Witzig war heute die Motorrad Rallye durch die Weinberge. Die Fahrer sassen nämlich meist im Anzug auf ihren Harleys und Maschinen. Und cool war der kleine Afrojunge, der an der Hout Bay zur Black Music tanzte. Der hatte es echt drauf. Und unsere Erkenntnis für heute: Trotz unserer Weintour, sind wir doch die Biertrinker. Der Häuptling und seine Squaw.

Samstag, 5. Oktober 2019

Von Bergen und Stränden...

Liebesgrüsse aus Kapstadt!

Da Judith schon pennt, und ich noch mit einem Bier im Hostel sitze heute mal kurz und knackig Infos vom grossen weissen Mann....
Heute morgen ging es auf den Tafelberg - mit tausenden anderen Touris auch.
Aber das Wetter war fantastisch, daher warteten wir gerne 2 Stunden auf die Gondel....:-(
Aber es hat sich gelohnt. Grossartige Ausblicke auf Kapstadt und die Umgebung!
Nachdem wir lange auf dem Berg rumspaziert sind, ging's weiter an die Atlantikstrände von Camps Bay. Ein Bierchen im Hard Rock Cafe und dann ab ins Wasser. Nur mit den Füssen, war doch etwas kalt....Aber tolle weisse Strände!
Dann weiter mit unserem Hop on Hop off Bus durch die Innenstadt und die (wenigen) Sehenswürdigkeiten abgeklappert. An Bauwerken oder innerstädtischer Architektur hat Kapstadt nicht viel zu bieten, bis auf ein paar Kolonialhäuser. Von der Lage am  Fuße des Tafelbergs, den Stränden, dem Hafen und dem Flair ist es allerdings atemberaubend. Apropos Flair: man assoziiert den gemeinen schwarzen Mann ja immer mit "wollen Haschisch kaufen" in Bahnhofsnähe...hier aber alle total nett und gut gelaunt! Bisher keine Sicherheitsbedenken. Wir gehen allerdings spätabends auch nicht raus. Das Bier im Hostel ist günstig und lecker...hahahaha....
Zum Abschluss waren wir noch bei Mama Afrika essen. Für mich gab's ein Grillteller mit Springbock, Krokodil, Strauss, Kudu und Antilope. Was Judith hatte muss sie selber schreiben...? Irgendwas mit Boobs... Sehr lecker jedenfalss - fast so gut wie von Mama Polska....;-(
Mal sehen was uns der  morgige Tag noch bringt. Bisher alles super!
Bleibt cool.
MJ

Freitag, 4. Oktober 2019

Cape Town

Nach 24 Stunden Erlebnisfahrt sind wir endlich in Kapstadt gelandet. Wir wurden von penetranten Taxifahrern empfangen, die wir abgewimmelt haben um erst mal Rand zu ziehen, Prospekte zu sammeln und eine zu schmokern. Dann ging es mit dem Taxi zum Loop Hostel. Kurz aufs Zimmer gewartet und einen Amarula auf einen Rugbysieg mit den Afrikans getrunken und dann los, das Revier erkunden. Da die Sonne noch so toll war, erst mal 2 Latte mit Afromusik gegönnt. Bei der Frage ob ich weissen oder braunen Zucker wollte, hat Martin erst mal die Fronten geklärt und entschieden: White. She is a white Girl....Prima....Hier gibt es ja ein Glück die City Security..... Unser Hostel ist super. Total Central mit Pubs und Foodstores umgeben. Shopping gab es auch schon....natürlich ein Trikot....ich bin begeistert....keine weitere Sucherei mehr. Der Tafelberg hat sich heute typisch gezeigt. Wolken über dem Berg, der das Tischtuch darstellen soll.  Nach unserem kleinen Snack im Hostel sind wir bald 35 Stunden auf und fallen gleich ins Bett......oder wir trinken mehr Bier.....
King Kong und seine weisse Braut.

Gruß aus Dubai

Salemaleikum aus Dubai!
Warten auf den Anschlussflieger nach Kapstadt. Der Flughafen hier ist irre groß und schick. Die haben sogar einen Nutellashop!!! Verrückt die Scheichs. Glücklicherweise gibts hier ein Hard Rock Cafe...also paar Bierchen schlabbern und weiter geht's.... Bis die Tage in Afrika!
MaJo

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Gruß aus Bagdad

Hahahaha! WLAN im Flieger! Hab ich ja noch nie gehabt. Fliegen grade über den Irak...noch 2h bis Dubai, dann umsteigen. 
Bis jetzt alles tutti!



Von meiner Galaxy gesendet.

Samstag, 5. November 2016

Wir sind gestrandet

So. Unsere letzten Stunden brechen an, da will ich doch noch wacker was über Cancun schreiben. Was für eine Hotelburgenstadt. Monstergebäude für die ganzen Amis und Touris. Vor 40 Jahren gab es diesen Ort noch gar nicht. Man trifft also niemanden über 40 Jahre an, der sagen kann, er wäre in Cancun geboren. Hier war einfach nur wunderschöne Natur zwischen Lagune und Karibik. Und dann hatte jemand die irre Idee Acapulco die Touristen zu klauen. Und so wurde der Computer gespeist mit Details wie Klima, Anreisezeit und Bodenbeschaffenheit und heraus kam dieser Streifen von Mexiko. Und in den 70er Jahren wurde sofort mit dem Bau begonnen. Man hört hier immer noch die Bohrhammer und Rüttelplatten laufen während man am Strand liegt und eigentlich nur das Wasser und die Wellen wahrnehnmen möchte. Und mitten vor so ein Matrazenkoloss wurde unser kleines Hostel natura gebaut. Wirklich schön und total untypisch für diese Gegend. Vorgestern sind wir nur kurz am Strand gewesen und nen Cocktail am Hardrockcafe, es war ja schon nach vier......und dann zur Partymeile like El Arenal. Furchtbar. Waren wir gar nicht drauf eingestellt. Wir wollten doch nur chillen. Naja. Mitgefangen Mitgehangen. Also ab in so ein Tourirestaurant. Als erstes machten die Kellner sich zum Affen mit einem "spontanen" Tanz zu dem natürlich auch die Essensgäste herangezogen wurden, dann kam eine angebliche Marriachiband, die aber aus 5 Leuten bestand und dann hat sich eine Band mit Schlagzeug aufgebaut um alle zu unterhalten. Ojemine.....Bier her........Bier her.......Oder wir fallen um........Ein Glück kam ein deftiger Regenschauer und alle flüchteten in den Innenbereich. Die Gäste halfen der Band beim Tragen der Musikinstrumente, aber der Junge mit dem Rollstuhl sollte alleine klar kommen. Gut das es unseren Samariter Martin gibt. Unglaublich dieses Volk hier. Naja. Wir wacker unsere Rechnung bezahlt, Bierchen ausm Oxxo und ab auf die Dachterrasse von unserem chilligen Hostel. Mit Hängematten, Schaukeln und Billardtisch. Gestern war dann also unser Plan 2-3 Stunden an den Strand um rot zu werden und dann Downtown in die Schoppingmall und auf den Market. Hat auch alles prima geklappt. Die Wellen am Strand waren angeblich so hoch, dass die rote Fahne gehisst wurde und wir nicht weit ins Wasser durften. Naja, wir kennen von der Nordsee höhere Wellen und kälteres Wasser und da hält uns keiner von ab hineinzutauchen. Egal. Andere Länder, andere Sitten. Also schön den gestrandeten Wal gespielt und in der kniehohen Brandung geplantscht bis die Buchse und jede Ritze voll Sand gespült war. Dann mit dem Bus nach downtown. Holla die Waldfee. Der Busfahrer konnte weder die Kupplung richtig bedienen und hatte glaube ich auch noch nie was von vorausschauend fahren gehört. Es wurde abrupt gebremst und selbst wir auf den Sitzen mussten uns festhalten um nicht mit dem Kopp an den Vodersitz zu schellen. Puh. Überlebt. Ab in die Mall, dann auf den Market, der leider schon zu machte und wieder zurück in die Zona Hoteleria. Und dann waren wir so echt Ami. Ab zu Hooters.....Die Bäuche voll Wings und Bier am Nachtleben und den Diskotheken vorbei in unser Hostel. Die Kneipe nebenan duddelte den ganzen Tag Reggae und Chillmusik und es wurde wieder Billard gespielt. Jetzt nehmen wir uns gleich ein Taxi das uns hoffentlich sicher zum Aeroporto fährt und dann sehen wir Euch bald alle wieder. Vielen Dank für alle Kommentare und fürs fleissige mitlesen. Fotos kommen nochmal von zu Hause. Google spinnt hier irgendwie. Los Travelleros.....

Donnerstag, 3. November 2016

Adios CDMX

Was unsere Kehlen saufen können, unsere Bäuche futtern können, das konnten unsere Füsse heute laufen........Kein Tag hier unter 23.000 Schritte...Ich war schon früh wach und hatte so 1,5 Std. Zeit einen Tagesplan zu machen bis Schlafmütze Martin mal wach wurde. Super. Genau mein Ding. Und wir haben alle 8 Stationen geschafft. Hihihi. Es ging los zum Palast Bella Artes. Da wollten wir gerne den 22 Tonnen schweren Glas-Mosaik-Vorhang mit der Landschaft Mexikos sehen. In dem Palast ist nämlich neben Gemälden auch ein Theatersaal für 3500 Personen. Leider kann man den erst wieder ab morgen ansehen. Dem Gebäude wurde übrigens schon mal ein Teil der Kuppel geklaut, da es für den sumpfigen Untergrund zu schwer wurde und absackte. Unter dem Palast sind ca 200 Gräber aus der Kolonialzeit gefunden worden. Ich frage mich nur, warum die nicht einfach diesen Vorhang durch Stoff ersetzt haben. War wahrscheinlich zu einfach. Aber sowieso ist in MexCity alles schief, weil immer wieder der Sumpfboden nachgibt. Auf alten Bildern sieht man auch ganz viel Wasser und heute ist MexCity die einzige Millionenstadt der Welt die nicht nahe am Wasser ist. Sehr seltsam. Naja. Weiter mit unserem Plan. Ach nee, mal eben gegenüber in das Postgebäude das sollte so toll von Innen sein. Schaut selbst. Dann mit der Metro in die Zona Rosa gefahren. Na, was war das wohl? Richtig, das Schwulen und Lesbenviertel. Die rosa Metrolinie brachte uns dort hin. Dan hies es wieder latschen, latschen, latschen. Vom Zocalo bis zum Schloss in Chapultepec hat sich der Kaiser eine Prachtstrasse bauen lassen um von seinem Wohnsitz direkt zur Arbeit zu kommen. Und heute sind auf dieser Riesenallee (6-8-spurig) lauter MexBerühmtheiten als Steinstatuen aufgestellt. Und es gab da einen Siegesengel auf einer Säule. Also wie in unserem guten alten Berlin. Da wollten wir natürlich hin. Der Engel wächst nämlich gen Himmel.(da gehört er ja auch hin)....Also in Wahrheit hebt sich hier der Untergrund durch den Sumpf jedes Jahr um 20 Zentimeter und daher entstehen immer mehr Stufen zum Podest. Das lässt den Engel wachsen.....Kapiert?....Da es hier an jeder Ecke Starbucks & Co. gab, haben wir uns erst mal ein lecker Häegen Dazs Eis gegönnt. Hallo Amerika...Dann gings in den grössten Park Lateinamerikas. In den Bosque de Chapultepec. Also den Schlosspark. 4 qkm gross. Ein Teil als Grünanlage und der andere Teil als Freizeitgestaltung mit Tretbootfahren, Sportangeboten, Kinderkirmes usw. Erst mal hoch zum Schloss und da so geguckt, wie der Kaiser gelebt hat. Sehr europäisch eingerichtet. Was mir aber auffiel war, dass er nur Silberbesteck hatte und kein goldenes Löffelchen. Wahrscheinlich weil er das ganze Gold in den Kirchen verteilt hat......Naja. Ein paar Ausblicke auf die City gab es, wobei man hauptsächlich das Finanzviertel mit den Börsen und Botschaften sah. Oberhalb von dem Park war das Anthropologische Museum. Davor stand die Schwester des Regengottes Thlamoc, den wir schon von den Mayas kannten. Sie ist als Schwester natürlich die Wassergöttin. Das ist mir absolut logisch. Jippi. Endlich verstehe ich mal was von der Historie. Laut unsrem tollen Plan gab es ca. 4 Blocks entfernt eine ganze Einkaufsstrasse. Also ab dahin. Shoppen war angesagt. Ja das war ja mal ein echt schickes Viertel und nicht für unseren Geldbeutel gedacht. Also haben wir wieder kehrt gemacht und sind mit der Metro in unseren Block. Ich bin froh, dass wir heile angekommen sind, denn zurück hat uns der Tod gefahren (der Fahrer war verkleidet) und der kam auch noch aus Barranca de Muertes (Todesschlucht). Im Nieselregen haben wir dann versucht Bettys Burger zu finden, sind dann aber bei Pirates Burger gelandet. Super lecker. Jetzt sind unsere Koffer gepackt, wir trinken die letzten Cervezas aus, hauen uns aufs Ohr und morgen gehts dann nach Cancun. Sommer, Sonne, Kaktus.....oder...Sonne, Strand und Bier....oder so. Übrigens heissen hier die Metrokarten Taquila nicht zu verwechseln mit Tequila.....Alles spanisch für uns........
Viele Grüsse die Los Latschos

Mittwoch, 2. November 2016

Dia de los Muertes...

Tag der Toten.....Handys.
Erstmal vorneweg: ich habe heute mein Handy verloren und bin daher nur per Mail oder über Judiths Handy erreichbar. Ich fühle mich so nackt und hilflos.

Dafür ging es uns heute morgen wesentlich besser. Judith fing schon um 7 an zu schnattern, da wusste ich: Oje - sie hat jede Menge Worte und Schritte nachzuholen...also, auf gings.
Erstmal ein Kaffee mit Blick auf Zocalo. Die haben die Gebäude nach der James Bond Zerstörung echt gut wieder hinbekommen. Respekt!
Danach der Kathedrale einen Besuch abgestattet und ein Pan de Muerte gefuttert.
Ab gings zum Dia de los Muertes Fest nach Coyojacan. In Mexico Stadts Süden wurde die Tradition erfunden und wird immer noch groß gefeiert. Tolle Märkte, tolle Fressbuden, tolle geschminkte und verkleidete Menschen. Super! Überall Totenköpfe!
Danach wollten wir noch die Festivitäten auf den Friedhöfen bewundern und sind in den Norden gefahren. Kommen aus der Metro raus und landen voll in einem Markt (= Ameisenhaufen). Nach dem wir da rausgefunden haben landen wir voll auf dem Busbahnhof, wo ca. 50 Collectivos gleichzeitig losfahren. Was ein Chaos. Haben uns aber mit Händen und Füssen durchgefragt und sind schliesslich am Friedhof gelandet. Der Wärter ließ uns aber nur für 10 Minuten drauf und so konnten wir nur eine Familie sehen, die mit Lagerfeuer (!) am Grab und Essen und trinken den Verstorbenen huldigte. Ausserdem wurde es dunkel, so das ich nur ein paar geschmückte Gräber knipsen konnte. Also zurück zum Ameisenhaufen und mit der Metro zum Zocalo.
Hier nahm das Unheil seinen Lauf. Handy weg, 1 Mio. Menschen, die sich durch die Strassen pressten, Essen scheisse.....kein Bock mehr.
Cerveza gekauft und ab ins Hostel....na wenigstens hat Bayern gewonnen...:-)
Kulturelle Details wird Judith noch posten....

Hasta la Vista

Dienstag, 1. November 2016

Los Schlappos und Los Schnupfos...

Hola,
da sind wir wieder....Viele Grüsse aus Mexico City!
Erstmal vorneweg: der Canyon und die 0 Grad Klimaanlagen haben uns ziemlich dahingerafft. Ich habe mal wieder eine Erkältung, und Judith hat sich wohl auch einen Infekt eingefangen. Jedenfalls hatte sie gestern Schüttelfrost und war heute ziemlich platt. Liegt jetzt im Bett und schläft sich hoffentlich gesund.
Daher sitze ich hier mit meinen obligatorischen DosXX Dosenbieren (& der neuen Onkelz im Ohr...) und schreibe mal ausführlich (!) die letzten Tage nach....
Also, nach meinem Bruce Willis Gedächtnis Einsatz in der Dusche sind wir nach Xochimilco gefahren. Dort haben wir eine Bootstour zu der Insel der toten Puppen gemacht. Abgefahrene Story: Da ist vor zig Jahren mal ein kleines Mädchen in den Kanälen ertrunken. Der einzige Bewohner der nahegelegenen Insel wurde daraufhin vom Geist des toten Mädchens verfolgt und hat Puppen aus dem Müll und aus den Kanälen gefischt und diese in den Bäumen der Insel aufgehangen um den Geist zu beschwichtigen. Als dies keinen Erfolg zeigte fing er an die Puppen zu verstümmeln um den Geist abzuschrecken. Nach einigen Jahren ist er genau an der Stelle ertrunken, wie das Mädchen auch........krank, oder? Der richtige Stoff für mich...;-)
Ok, danach gings dann zum Flughafen Mexico City um den Wagen abzugeben. Das war die Hölle. Der schlimmste Verkehr und die schlechteste Beschilderung die ich jemals erlebt habe. Aber gemeinsam mit Google sind wir stark und haben es geschafft. Anschliessend Airporthotel und gute Nacht.
Nächsten morgen dann Flug nach Los Mochis und mit Taxi nach El Fuerte. Kamen in der Mittagszeit an. Geisterstadt bei 40 Grad im Schatten.....gaaaaaaanz laaaaaaangsaaaam durch die Stadt bewegt und dann ein paar Cervezas mit den bereits genannten Münchnern getrunken.
Am nächsten morgen gings dann mit dem Chepe in den Kupfercanyon. Coole Zugfahrt. Die alte Lok ächzt, schnauft und kämpft sich bis auf 2300 Meter die Berge hoch und durchquert an die 70 Tunnel, 30 Brücken und div. Haarnadelkurven. Tolle Aussichten, und witzige Leute. Habe mich unterwegs lange mit Amis über Angi, Trump und das Refugeeproblem unterhalten...:-) Angekommen in Creel wurden wir von unserem Guide in Empfang genommen und haben unsere Tour für den nä. Tag besprochen. Cooler Dreadlocktyp! Abends dann mit den Münchnern gegessen und Cerveza und so.....
Arturo (unser Guide) holte uns dann am nä. Tag ab und wir fuhren erstmal zu den Aussichtspunkten des Canyons. Hier konnte man eine Ziplinetour über den Canyon machen, was aber nicht so mein Ding war. Stattdessen fuhren wir mit 'nem Quad über Stock und Stein bis zum vermeintlich höchsten Aussichtspunkt. Das hat mal sehr viel Bock gemacht! Danach haben wir noch eine Tamahurifamilie besucht und weiter ging es zu einem Wasserfall. Hier war Judith voll in ihrem Element und hat erstmal unter diesem gebaden und geplanscht. Danach gings dann zu einem See und dem Valley of the Monks / Frogs / Mushrooms.
Warum die so heissen, sieht man an den Fotos....abgefahrene Felsformationen! Abends dann mit den Münchnern....- ach, ich wiederhole mich...
Nächsten morgen holten Arturo und sein Sohn uns ab, und wir fuhren zu den Wasserfällen von Baseachi. 250 Meter hoch und tolle Ausblicke. Bisschen rumgewandert und weiter gings zu den Mennoniten. Eine aus Deutschland vertriebene Glaubensgemeinschaft, die hier ein neues zuhause gefunden hat. Für Details guckt mal bei Wikipedia. Ganz witzig auf jeden Fall: nach 3 Wochen Mittelamerika endlich mal wieder Deutsche Sauberkeit und Ordentlichkeit gesehen....:-) Arturo brachte uns dann nach Chihuahua in unser Hotel. Hier nur kurzer Rundgang zum Zocalo und dann was futtern. Ende. Aus. Wir waren ziemlich durch. Canyon war recht anstrengend, nachts frostig kalt und kalte Klimaanlage im Auto pustete uns die Bazillen in den Rachen....
Sonntag dann Flug von Chihuahua nach Mexico City und mit Taxi zum Hotel. Was ein Moloch. Was eine Riesenstadt. Wunderschönes historisches Zentrum und drumherum fressen sich die Wohnhäuser der 20 Mio. Einwohner die Hügel hoch. Haben hier ein tolles, spottbilliges Hostel mit coolen Leuten.
Sind dann gestern abend noch losgezogen. Der ganze Zocalo voll mit Leuten, Bühne und allem möglichen Schnickschnack. Jede Menge verkleidete oder geschminkte Leute. Die feiern hier eine ganze Woche lang! Abgefahren! Abends waren wir dann ganz schön durch. Ich hatte Schnupfen nach allerbester Hülsch-Manier und Judith fing an zu frieren/schütteln. Ab ins Bett....mir gings heute besser, aber Judith ist ziemlich platt. Sonst aber keine Symptome. Komisch das Mädel.... Ok, daher heute nur mit halber Kraft vom Zocalo zum Aussichtsturm und über ein paar Märkte geschlurft. Mehr war nicht drin.
Hoffe, morgen gehts besser. Der Plan ist,  in einen Vorort von Mexico City zu fahren, wo der Dia de los Muertes enstanden ist, um dort die Festivitäten zu erleben und evtl. mit auf die Friedhöfe zu ziehen.

Morgen feiern wir die Toten. Cheers Mum - ich trink' auf Dich.

Hasta Luego

Sonntag, 30. Oktober 2016

Chihuahuahuahuahua....

Hola zusammen,
also, erstmal Danke für die Genesungswünsche. Die Aktion erinnerte schon stark an Chuck Norris. Großer Schaden - kleine Blessuren...
Judith hatte einen gefährlichen Shampoo-Dusch-und Gleitgel Mix auf dem Boden verteilt....;-)

Wir haben unsere Kupfercanyon-Tour jetzt hinter uns und sind heile in Chihuahua angekommen. Sind ziemlich platt, daher melde ich mich nur kurz. Details wird Judith bestimmt morgen exzessiv erläutern. Wir haben in El Fuerte nette Münchner (Ole Ole!) kennen gelernt, und mit denen die Abende verbracht. Daher kein Post, und aufgrund miesem WLAN keine Bilder. Bin aber gerade dabei einen ganzen Schwung hochzuladen.
Canyontour war Bombe! Morgen früh fliegen wir nach Mexico City....die gute Nachricht: Dieses Jahr findet erstmals (inspiriert vom letzten Bond Film) eine 'Dia de los Muertes' Parade statt. Die schlechte: Sie fand wohl heute statt, wo wir noch nicht da sind...grrrrrrr
Ok, bin dann mal weg...
Hasta Luego Muchachos
& Gracias for Kommentaros

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Los Schwimmos y Los Kaputtos

Hola Kabolla...
Heute mal wieder zwei Storys aus unserem Leben hier in Mechiko. In unserem Hotel im chilligen Oaxaca ist mir ein kleines Milleur passiert, das Martin mir bis heute immer wieder auf meine kleine Gumminase gebunden hat. Ich bin morgens schön in die Dusche gehüpft und habe mich über einen richtig tollen heissen Strahl gefreut. Bisher gab es meistens nur dieses laukalte Gepletscher. Irgendwann habe ich gemerkt, dass meine Füsse voll im Wasser standen und hab zu meinem Muchacho gesagt, dass der Strahl super ist,aber das Wasser blöd abläuft. Mattin rief dann ganz laut:Dreh ab, das Wasser steht schon im Schlafzimmer!!!!Jau. Da hab ich also mal locker unser Zimmer geflutet, weil.... In der Dusche war ein Deckel auf dem Abfluss......Sowas beklopptes. Das hatten wir ja noch nie...Den Abfluss in einer Dusche mit einem Deckel zuzumachen.... Hat doch gar keinen Sinn...Naja, ich dann also schön nackig vor Mattin das Bad gewienert und die Bettlaken wurden als Läufer benutzt. Seitdem kriegte ich immer was zu hören wenn es um duschen oder Wasser ging. Heute morgen aber, war Martin der Kracher ( und das meine ich wörtlich ). Unser Hotelzimmer hatte auf jedem Nachttisch eine Klorolle liegen, es gab Pariser und die Dusche war blau beleuchtet. Also so eine Porno-Romantik-Absteige. Aber alles sauber und frisch duftend. Wir hatten das Hotel mit Parkplatz, aber es gab auch noch das Autohotel, wo man oben ein Zimmer hatte und drunter den Wagen parkte. Wir erkannten da keinen Unterschied, glauben aber, dass wir pro Nacht bezahlen und das Autohotel nach Stunden abgerechnet wird. Naja, auf jeden Fall gab es da diese supergrosse Glasdusche mit der perfekten Beleuchtung. Sogar der Regenduschkopf veränderte seine Farben. Kaltes Wasser blau, heisses Wasser rot. Ich habe in pink geduscht. Jippijeijei.....Die Dusche war ja nun so gross, das wir endlich mal zusammen duschen konnten. Das lief dann so ab: Ich stand schon unterm Strahl, Mattin macht die Glasduschtür auf und sagt: Mach Platz ich komme....Und dann kladderradatsch.....klirr.....Auuuu.....Fuck.......lag er mir zu Füssen in Millionen Glassplittern........Blut an der Stirn, Blut an den Händen, Blut an den Füssen....Ich dachte er spielt Jesus.....Neeee im Ernst ich hab mich ganz schön erschreckt.......Da konnte ich also wiedermal nackig das Bad räumen und Mattin sich erst mal aufm Bett erholt. Die Nase hat nen Kratzer, der Fuss ist knalle lila aber alles beweglich und ein paar Kratzer am Arm. Die linke Hand, die echt wieder topp beweglich ist, hat nix abbekommen. Was für ein Glück wir doch haben.......Naja, dann beim Check-out mussten wir ja sagen, dass die Duschtür nun fehlt und das Zimmermädchen einiges mehr sauber machen muss. Das Gespräch verlief ungefähr so: Judy: Hey, we like to check out and we have to tell you that there is a problem with our shower......You have problem with shower ?.........Yes. It is broken.........Oh that is no problem,......No ? It is completely broken. Should we go to the room together?.......We need a few minutes to check this.........oh. Ok. But we want leave now.......Thats now problem. You can leave..........Really? And the shower?........Thats no problem. Our service will clean it........Ok. Good bye....Gracias.......Alter Schwede. Wir ab zum Auto und Vollgas. Erst mal weg. Jetzt hat sich das Blatt also gewendet und ich kann meinen Süssen aufziehen.....hehehe.....Morgen fliegen wir also nach Los Mochis. Mal sehen was uns noch so erwartet. Bilder macht der Randalemann......Ach ja.... Wir hatten heute übrigens auch noch eine tolle Böötchenfahrt und waren bei den gruseligen Dead Dolls. Siehe Fotos. Und wir haben unseren Mietwagen heute abgegeben. Ab jetzt sind wir also im öffentlichen Verkehr unterwegs. Aufgepasst ihr Mexikaner.....Der beste Fahrer und der beste Führer in Mexiko......

Dienstag, 25. Oktober 2016

Teeeeeoooo....tihuacan

Hola Freunde,
heute mal wieder der Muchacho mit kurzen Infos. Sind ziemlich kaputt von ca. 4000 Treppenstufen die wir auf div. Pyramiden rauf und runter gekraxelt sind....heute morgen also von Puebla nach Teoticuahan gedüst. Unterwegs nochmal Superblick auf den Popocatepetel gehabt - großartig. In Teoticuahan (eine der größten archäologischen Stätten der Azteken) dann die Sonnen- und Mondpyramide bestiegen. Puuuh.... aber Wahnsinn, was eine Riesenstätte. Jetzt pennen wir in einem Vorort von Mexico City. Die Fahrt hierhin war die Hölle...was ein Moloch...was für verrückte Autofahrer...was ein Wahnsinn auf den Strassen. Als ordentlicher Deutscher ist man hier ziemlich verloren. Wir haben es aber geschafft, mit Judiths Kartenlesekunst, einem beschränkten Navi und meiner stoischen Ruhe.... morgen dann eine Bootstour zur Insel der toten Puppen (gruselig!) und dann zum Airporthotel. Übermorgen früh fliegen wir dann nach Los Mochis und dann mit dem Chepe durch den Kupfercanyon...
Wenns klappt gibts morgen früh noch ein paar tolle Bilder von heute.
Buenos Noches
Juditha con Martinez

Montag, 24. Oktober 2016

Fiesta Fiesta Mechikana

Juhu. Vorgestern Abend wollten wir ja nur Essen gehen,  sind aber wiedermal in eine Parade geraten. Hihihi. Die Bambule zieht uns an. Es war eine Parade für die ansässigen Köche und die nationale Küche. Es waren die Katholiken, die diese ausgelassene Parade wie einen Karnevalszug gefeiert haben. Daher natürlich auch ein Wagen mit Maria und Jesus am Kreutz, Achtung als echte Personen!!!! Schaut auf die Bilder. Der arme Kerl musste die ganze Zeit bemalt mit Blut und  mit ausgestreckten Armen auf einem kleinen Holzklotz stehen. Und dann auch noch auf dem wackeligen Wagen. Also in ganz Mexiko sind die Strässchen bisher aus Kopfsteinpflaster und mit Schlaglöchern. Meistens wurden die Steine von zerfallenen oder durch Erdbeben und Kriege zerschütteten Gebäuden für den Strassenbau benutzt. Ausserdem gab es Pan con Mole y Guacamole (belegte Schnittchen) für uns Zuschauer. Wir sind trotzdem noch in ein lokales Restaurante gestiefelt, direkt am Zocalo (Rathausplatz). Kleine Bettelkinder kamen immer mal wieder an und tippten auf unsere Schulter, schauten aber zum Fernseher über uns weil da NetGeo lief und hielten uns einfach ihre Zigaretten und Kaugummis zum kaufen hin. Sehr lustig die Blagen hier.....Dann sind wir gestern also nach Puebla gefahren. Die Landschaft veränderte sich immer wieder. Also sehr abwechslungsreich. Mal rote Erdeberge, mal Berge mit einzelnen Stachelkakteen und mal mit anderer Gegend. Und nachdem wir gelernt haben, dass Route Cuota nicht Küstenstrasse sondern Mautstrecke heisst, kommen wir auch schneller an unsere Ziele. Puebla ist wiedermal eine Grossstadt von der aus man den zweithöchsten Berg Mexikos Popocatapetl sehen kann. Wenn es denn dann nicht wolkig ist, hat man eine gute Chance. Bei uns war es wolkig und somit sind wir nicht zum Aussichtsörtchen gefahren, sondern die City bekam wieder ihre Chance. Unser Hotel ist übrigens mal etwas teurer und es gab Betthupferl und Alkaselzer im Zimmer. Hui. Das heisst also wir sollten wieder saufen....ok....kein Problem....man muss die Sitten und Gebräuche eines fremden Landes akzeptieren und einfach mitmachen. Spanisch verstehen wir also immer besser. Puebla hat auch wieder ein Künstlerviertel. Da sind wir über mehrere Mercados und Pubs hin und auf dem Rückweg lecker bei zwei Muttis das Pueblagericht Enschilada y Mole poblana ( eingerollter Weizenteig mit einer Creme aus Gewürzen, Chili und Schokolade) gefuttert. Sehr interessante Kombi.....Heute war das Wetter ganz gut, fast alle Wolken weg, also ab nach Cholula. Eine Kirche auf einer alten Pyramidenanlage, wobei die Anlage schon seit den 1540er Jahren mit Gras zugewuchert ist und die Mexikaner bisher nur etwa 2 qkm freigekratzelt haben. Aber es waren auch 9 km Tunnel in dem Grashaufen also die unterirdischen Gänge der Pyramide begehbar. Das reizte uns natürlich. Und der Blick auf den Popoberg. Die Geschichte ist kurz gefasst: Die Spanier haben den Hügel erobert und als siegreiche Katholiken natürlich ihrer Kirche mitten auf den Hügel gesetzt, damit die ganzen lokal Gläubigen keinen Ort mehr zum Beten hatten. Dann haben sie Puebla gebaut um ganz Cholula in den Schatten zu stellen. Das ist ihnen auch bis heute gelungen. Also ähnlich wie Hagen und Hohenlimburg......Morgen heisst es dann wirder gaaaanz früh raus und ab nach Teotihuacan.... 1000 best places in world you must see.....Die eindruckvollste Ruinenstätte der Welt !!! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.....Astaluego Amigos

Samstag, 22. Oktober 2016

Chillen in Oaxaca

Ach wie schön doch Urlaub sein kann. Gestern sind wir nach Oaxaca gefahren. Endlich änderte sich mal die Landschaft. Es ging durch die Prärie...Anderle Anderle.....die schnellste Maus durch Mexiko. Die ersten Kakteen begegneten uns und wurden dann auch bald zu ganzen Bäumen. Das Klatschwetter ausm Regenwaldgebiet verschwand und es war nun eine trockene Hitze. Viel besser für uns zum Aushalten. Aus den Kakteen wird Pulque gemacht. Den haben wir natürlich gekostet. Lecker und süss. Es ging wieder kurvig zur Sache und wir hatten tolle Ausblicke. Hier und da waren Rancheros mit Cowboystiefeln, Jeanshemd und Strohhut auf ihren Pferden zu sehen, die ihre Rinder scheuchten. Dann kamen die Agavefelder. Willkommen im Tequilaland Mezcal. Die Agaven müssen 8-9 Jahre wachsen bevor die Ranchos mit ihrer Machete die Herzen in Erdlöchern zu Saft gären lassen. Mit Hefe und Gedöns wird dann der Schnaps gebraut. Wir haben schon einige probiert, aber unser Gesöff ist es nicht. Auch die Limone mit Chilisalz, die dazu gereicht wird, macht es nicht leckerer. Auf dem Wege haben wir in Yagul und Mila angehalten um ein paar Ruinen zu sehen. Mila war ein echt süsses Dörfchen mit engen Gassen und die Ruinen waren mit der restlichen Stadt verschmolzen. Gefiel uns gut. Dann noch ein kurzer Stopp in Tule. Wir dachten erst hier kommen die Dachgepäckträger her, aber falsch. Hier steht eine 2000 Jahre alte Zypresse mit einem Umfang von 45 Metern. Und das an einem total schicken Platz. Voll ungewohnt für uns. Echt versnobt. Dann kamen wir also an unserem Ziel Oaxaca an. Super Ort hier. Sehr künstlerisch und alternativ mit vielen jungen Leuten durch die Unis hier und endlich gab es mal  eine FuZo mit Shops und viele Cafes und Kneipen in Hinterhöfen. Wir entschlossen uns sofort noch länger zu bleiben und einen Shopping und Chill-Tag einzuschieben. Genau der richtige Ort hier. Nach unseren fünf verschiedenen Bierchen gestern und vier Mezcal haben wir heute ausgeschlafen (ein Glück brauchte Martin nur eine Aspirin und keinen Eimer). Dann haben wir gegen 11.00 in einem kleinen Hinterhof gefrühstückt, sind durch Shops und Kunstlädchen geschlendert, haben immer mal wieder im Cafe dem Treiben der Strasse zugeschaut, waren in dem bunten Wirrwarr der Markthallen und haben somit den ganzen Tag verbummelt. Super Urlaub zu haben......findet ihr nicht auch ? Hihihi. Morgen gehts dann also weiter nach Puebla. Hier werden übrigens ständig Knaller verböllert weil in irgendeiner Kirche was gefeiert wird. Hört sich voll an wie Krieg. Bsssssssss.....Peng........ Adios...Mein Fotomann macht seine Arbeit später....

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Planlos in Mexico...

Hola aus Tehuantepe
So, nachdem wir unsere so toll geplante Route über kleine Indiodörfer nicht nehmen durften haben wir die Bonbons die die Kinderchen kriegen sollten selbst gefuttert und sind also gestern den ganzen Tag Serpentinen die Berge hoch und wieder runter gefahren bis uns übel war. Immer mal wieder kleine Dörfer haben es möglich gemacht, dass wir für 300 km sieben Stunden im Auto sassen. Wir haben deutsche Lieder gesungen, spanische Geschichte gelesen und mexikanische Eindrücke gesammelt. Unser neues Ziel war Tuxtla. Das haben wir dann auch gegen sechs Abends erreicht. Es gab einen Nationalpark am Rande der Stadt mit Böötchentour und Aussichtspunkten in die Schlucht. Da das letzte Boot gerade rein kam als wir am Pier ankamen, sind wir also rauf auf den Berg und wollten die Mirradores de Canon del Sumidero angucken. Ging aber auch nicht, weil der N.P. schon zu hatte. Tja, da hatte die Natur leider verloren und wir sind in die Stadt gefahren. Tuxtla ist eine Riesenstadt. Sowohl von der Fläche als auch von Menschen. Aber es ist eine tolle Stadt. Endlich sah ich mal Päärchen knutschen und turteln, hübsche Spanier ( die Mexikaner sind alle nicht so dolle ) und es gab die guten alten Schnorrer und Bettler. Auf dem Marktplatz tummelten sich Indios in ihren blau-schwarzen Blümchentrachten und futterten aus Zementsäcken grossen Tüten Nachos und als die Sonne weg war fuhren sie wieder im Pick-up stehend und mit typischem Rancho-Gegröle in ihre Berghütten zurück. Wir dann also auch ab aufs Zimmer und mit Bierchen aufm Balkon neue Pläne geschmiedet. Heute sind wir also ganz früh auf und ab in den N.P. der Schlucht. Alle Aussichtspunkte gesehen. Toll. Bilder muss mein Muchacho Euch laden. Dann hatten wir wieder 300 km vor uns bis Tehuantepe. Ja. Super. Diesmal Schnellstrasse durch die Berge und keine Serpentinen. Diese doofen Taco-Pendechos können uns mal. Jetzt Pool, dann futtern und morgen weiter nach Oaxaca. Danke das ihr euch alle mal gemeldet habt. Wir fühlten uns so verlassen.....BicoBico...

Dienstag, 18. Oktober 2016

Welcome to the Jungle...

...und wieder nur kurz und knapp, weil die Geschichtenerzählerin schon pennt und ich -wie bekannt- ziemlich wortkarg bin.....
In Palenque hatten wir ein super Hotel: kleine Cabanas am Rand vom Dschungel. Erstmal am Pool den Urwaldgeräuschen gelauscht und 2-7 Coronas vertilgt... Heute morgen gings dann recht früh in die Ruinen von Palenque, inmitten des Dschungels. Umgeben von Brüllaffen und unter Beobachtung von Leguanen haben wir diese erforscht. Endlich waren wir mal auf Moskitos vorbereitet: lange Klamotten (bei 40 Grad und 80% Luftfeuchte) und ordentlich mit Repellent eingedieselt....und was war? Keine der Scheissviecher vor Ort! Mann! Aber sehr geil da... anschließend gings zum Wasserfall Misol Ha, wo wir bis auf die Unterbuxen nass wurden...wir mußte natürlich den Trampelpfad hinter den Wasserfall nehmen...
Ursprünglich wollten wir dann die Dschungelroute an der Grenze zu Guatemala nach San Cristobal fahren. Leider war diese gesperrt, so das wir die Autobahn (!?) nach Villahermosa genommen haben. Hier gabs mal wieder Tacos und Cerveza... morgen nach Tuxtla - mit 'nem Boot durch ne Schlucht schippern. Dann sehen wir mal weiter wohin der Wind uns trägt....;-)
Ich versuche gleich mal noch ein paar Bilder hochzuladen. Das WLAN ist aber eher mies...mal sehen was geht...
Was los in Hagen? Keine Kommentare? Liest überhaupt jemand unseren Rotz?
Adios Amigos!
Mattino & Juditha