Wir haben ja schon öfter gehört, dass sich hier das Wetter von einer Nanosekunde zur nächsten verändern kann. Heute können wir es eigentlich bestätigen. Eigentlich deshalb, weil wir eine Nanosekunde nicht wirklich erlebt haben. Aber der Tag fing absolut wolkig an. Keine Sonne über Africa. Daher unser ausgetüfftelte Plan heute nach dem Frühstück mit dem Bus durch die Weinfelder, dann zur Waterfront und dann mit dem Bus zum Signal Hill den Sunset angucken. So war der Plan und so haben wir es auch geschafft. Bis zum frühen Nachmittag war es absolut wolkig. Der Tafelberg präsentierte sich nicht mit seinem Tischtuch, sondern war nur zur Hälfte zusehen. Wie auch auf unseren Bildern. Der Lions Hill und die 12 Apostel Berge waren auch weg. Wie gut, dass wir gestern bei strahlendem Sonnenschein alles gesehen hatten. Heute haben wir dann auch des öfteren gehört, dass man sich hier immer eincremen soll. Denn die Südafrikanische Sonne ist tricky. Die Info kam zu spät. Denn vom Gesicht her waren wir beide heute Rothautindianer. Den ganzen Tag waren wir am lästern wie wohl die Sunsettour ohne Sonne aussehen würde. Aber wie schon in Alaska von uns erlebt: We booked it, we do it. Und es geschah. Als wir vom Kaffeetrinken von dem Rooftop des 5 Sterne Silo Hotels kamen, strahlte Klärchen vom Himmel. Da es nach 4 war konnten wir also unser Bierchen in der Sonne geniessen. Verschwunden ist die Sonne dann zwar doch wieder hinter Wolken und nicht im Meer. Aber schaut euch die Bilder an. Toll war es....ohne Zweifel.... Auf unserer Tour haben wir heute viel gehört über die Apartheid Probleme. Echt krass was da so von den Weissen verunstaltet wurde. Ein Glück das es nun teilweise und langsam durch junge Generationen anders wird. Witzig war heute die Motorrad Rallye durch die Weinberge. Die Fahrer sassen nämlich meist im Anzug auf ihren Harleys und Maschinen. Und cool war der kleine Afrojunge, der an der Hout Bay zur Black Music tanzte. Der hatte es echt drauf. Und unsere Erkenntnis für heute: Trotz unserer Weintour, sind wir doch die Biertrinker. Der Häuptling und seine Squaw.
--> Never stop exploring the World! <-- 2008: Japan * 2009: Island * 2010: Peru * 2011: Namibia/Botswana * 2012: Florida * 2012/13 Thailand * 2013/14 Peking * 2014 Alaska * 2014 Marokko * 2016 Mexico * 2019 Südafrika * 2020 Hawaii * 2022 Scotland * 2023 Costa Rica * 2024 Vietnam - Kambodscha * 2025 Mexico - Baja California *
Sonntag, 6. Oktober 2019
Samstag, 5. Oktober 2019
Von Bergen und Stränden...
Liebesgrüsse aus Kapstadt!
Da Judith schon pennt, und ich noch mit einem Bier im Hostel sitze heute mal kurz und knackig Infos vom grossen weissen Mann....
Heute morgen ging es auf den Tafelberg - mit tausenden anderen Touris auch.
Aber das Wetter war fantastisch, daher warteten wir gerne 2 Stunden auf die Gondel....:-(
Aber es hat sich gelohnt. Grossartige Ausblicke auf Kapstadt und die Umgebung!
Nachdem wir lange auf dem Berg rumspaziert sind, ging's weiter an die Atlantikstrände von Camps Bay. Ein Bierchen im Hard Rock Cafe und dann ab ins Wasser. Nur mit den Füssen, war doch etwas kalt....Aber tolle weisse Strände!
Dann weiter mit unserem Hop on Hop off Bus durch die Innenstadt und die (wenigen) Sehenswürdigkeiten abgeklappert. An Bauwerken oder innerstädtischer Architektur hat Kapstadt nicht viel zu bieten, bis auf ein paar Kolonialhäuser. Von der Lage am Fuße des Tafelbergs, den Stränden, dem Hafen und dem Flair ist es allerdings atemberaubend. Apropos Flair: man assoziiert den gemeinen schwarzen Mann ja immer mit "wollen Haschisch kaufen" in Bahnhofsnähe...hier aber alle total nett und gut gelaunt! Bisher keine Sicherheitsbedenken. Wir gehen allerdings spätabends auch nicht raus. Das Bier im Hostel ist günstig und lecker...hahahaha....
Zum Abschluss waren wir noch bei Mama Afrika essen. Für mich gab's ein Grillteller mit Springbock, Krokodil, Strauss, Kudu und Antilope. Was Judith hatte muss sie selber schreiben...? Irgendwas mit Boobs... Sehr lecker jedenfalss - fast so gut wie von Mama Polska....;-(
Mal sehen was uns der morgige Tag noch bringt. Bisher alles super!
Bleibt cool.
MJ
Freitag, 4. Oktober 2019
Cape Town
Nach 24 Stunden Erlebnisfahrt sind wir endlich in Kapstadt gelandet. Wir wurden von penetranten Taxifahrern empfangen, die wir abgewimmelt haben um erst mal Rand zu ziehen, Prospekte zu sammeln und eine zu schmokern. Dann ging es mit dem Taxi zum Loop Hostel. Kurz aufs Zimmer gewartet und einen Amarula auf einen Rugbysieg mit den Afrikans getrunken und dann los, das Revier erkunden. Da die Sonne noch so toll war, erst mal 2 Latte mit Afromusik gegönnt. Bei der Frage ob ich weissen oder braunen Zucker wollte, hat Martin erst mal die Fronten geklärt und entschieden: White. She is a white Girl....Prima....Hier gibt es ja ein Glück die City Security..... Unser Hostel ist super. Total Central mit Pubs und Foodstores umgeben. Shopping gab es auch schon....natürlich ein Trikot....ich bin begeistert....keine weitere Sucherei mehr. Der Tafelberg hat sich heute typisch gezeigt. Wolken über dem Berg, der das Tischtuch darstellen soll. Nach unserem kleinen Snack im Hostel sind wir bald 35 Stunden auf und fallen gleich ins Bett......oder wir trinken mehr Bier.....
King Kong und seine weisse Braut.
Gruß aus Dubai
Salemaleikum aus Dubai!
Warten auf den Anschlussflieger nach Kapstadt. Der Flughafen hier ist irre groß und schick. Die haben sogar einen Nutellashop!!! Verrückt die Scheichs. Glücklicherweise gibts hier ein Hard Rock Cafe...also paar Bierchen schlabbern und weiter geht's.... Bis die Tage in Afrika!
MaJo
Donnerstag, 3. Oktober 2019
Gruß aus Bagdad
Samstag, 5. November 2016
Wir sind gestrandet
So. Unsere letzten Stunden brechen an, da will ich doch noch wacker was über Cancun schreiben. Was für eine Hotelburgenstadt. Monstergebäude für die ganzen Amis und Touris. Vor 40 Jahren gab es diesen Ort noch gar nicht. Man trifft also niemanden über 40 Jahre an, der sagen kann, er wäre in Cancun geboren. Hier war einfach nur wunderschöne Natur zwischen Lagune und Karibik. Und dann hatte jemand die irre Idee Acapulco die Touristen zu klauen. Und so wurde der Computer gespeist mit Details wie Klima, Anreisezeit und Bodenbeschaffenheit und heraus kam dieser Streifen von Mexiko. Und in den 70er Jahren wurde sofort mit dem Bau begonnen. Man hört hier immer noch die Bohrhammer und Rüttelplatten laufen während man am Strand liegt und eigentlich nur das Wasser und die Wellen wahrnehnmen möchte. Und mitten vor so ein Matrazenkoloss wurde unser kleines Hostel natura gebaut. Wirklich schön und total untypisch für diese Gegend. Vorgestern sind wir nur kurz am Strand gewesen und nen Cocktail am Hardrockcafe, es war ja schon nach vier......und dann zur Partymeile like El Arenal. Furchtbar. Waren wir gar nicht drauf eingestellt. Wir wollten doch nur chillen. Naja. Mitgefangen Mitgehangen. Also ab in so ein Tourirestaurant. Als erstes machten die Kellner sich zum Affen mit einem "spontanen" Tanz zu dem natürlich auch die Essensgäste herangezogen wurden, dann kam eine angebliche Marriachiband, die aber aus 5 Leuten bestand und dann hat sich eine Band mit Schlagzeug aufgebaut um alle zu unterhalten. Ojemine.....Bier her........Bier her.......Oder wir fallen um........Ein Glück kam ein deftiger Regenschauer und alle flüchteten in den Innenbereich. Die Gäste halfen der Band beim Tragen der Musikinstrumente, aber der Junge mit dem Rollstuhl sollte alleine klar kommen. Gut das es unseren Samariter Martin gibt. Unglaublich dieses Volk hier. Naja. Wir wacker unsere Rechnung bezahlt, Bierchen ausm Oxxo und ab auf die Dachterrasse von unserem chilligen Hostel. Mit Hängematten, Schaukeln und Billardtisch. Gestern war dann also unser Plan 2-3 Stunden an den Strand um rot zu werden und dann Downtown in die Schoppingmall und auf den Market. Hat auch alles prima geklappt. Die Wellen am Strand waren angeblich so hoch, dass die rote Fahne gehisst wurde und wir nicht weit ins Wasser durften. Naja, wir kennen von der Nordsee höhere Wellen und kälteres Wasser und da hält uns keiner von ab hineinzutauchen. Egal. Andere Länder, andere Sitten. Also schön den gestrandeten Wal gespielt und in der kniehohen Brandung geplantscht bis die Buchse und jede Ritze voll Sand gespült war. Dann mit dem Bus nach downtown. Holla die Waldfee. Der Busfahrer konnte weder die Kupplung richtig bedienen und hatte glaube ich auch noch nie was von vorausschauend fahren gehört. Es wurde abrupt gebremst und selbst wir auf den Sitzen mussten uns festhalten um nicht mit dem Kopp an den Vodersitz zu schellen. Puh. Überlebt. Ab in die Mall, dann auf den Market, der leider schon zu machte und wieder zurück in die Zona Hoteleria. Und dann waren wir so echt Ami. Ab zu Hooters.....Die Bäuche voll Wings und Bier am Nachtleben und den Diskotheken vorbei in unser Hostel. Die Kneipe nebenan duddelte den ganzen Tag Reggae und Chillmusik und es wurde wieder Billard gespielt. Jetzt nehmen wir uns gleich ein Taxi das uns hoffentlich sicher zum Aeroporto fährt und dann sehen wir Euch bald alle wieder. Vielen Dank für alle Kommentare und fürs fleissige mitlesen. Fotos kommen nochmal von zu Hause. Google spinnt hier irgendwie. Los Travelleros.....
Donnerstag, 3. November 2016
Adios CDMX
Was unsere Kehlen saufen können, unsere Bäuche futtern können, das konnten unsere Füsse heute laufen........Kein Tag hier unter 23.000 Schritte...Ich war schon früh wach und hatte so 1,5 Std. Zeit einen Tagesplan zu machen bis Schlafmütze Martin mal wach wurde. Super. Genau mein Ding. Und wir haben alle 8 Stationen geschafft. Hihihi. Es ging los zum Palast Bella Artes. Da wollten wir gerne den 22 Tonnen schweren Glas-Mosaik-Vorhang mit der Landschaft Mexikos sehen. In dem Palast ist nämlich neben Gemälden auch ein Theatersaal für 3500 Personen. Leider kann man den erst wieder ab morgen ansehen. Dem Gebäude wurde übrigens schon mal ein Teil der Kuppel geklaut, da es für den sumpfigen Untergrund zu schwer wurde und absackte. Unter dem Palast sind ca 200 Gräber aus der Kolonialzeit gefunden worden. Ich frage mich nur, warum die nicht einfach diesen Vorhang durch Stoff ersetzt haben. War wahrscheinlich zu einfach. Aber sowieso ist in MexCity alles schief, weil immer wieder der Sumpfboden nachgibt. Auf alten Bildern sieht man auch ganz viel Wasser und heute ist MexCity die einzige Millionenstadt der Welt die nicht nahe am Wasser ist. Sehr seltsam. Naja. Weiter mit unserem Plan. Ach nee, mal eben gegenüber in das Postgebäude das sollte so toll von Innen sein. Schaut selbst. Dann mit der Metro in die Zona Rosa gefahren. Na, was war das wohl? Richtig, das Schwulen und Lesbenviertel. Die rosa Metrolinie brachte uns dort hin. Dan hies es wieder latschen, latschen, latschen. Vom Zocalo bis zum Schloss in Chapultepec hat sich der Kaiser eine Prachtstrasse bauen lassen um von seinem Wohnsitz direkt zur Arbeit zu kommen. Und heute sind auf dieser Riesenallee (6-8-spurig) lauter MexBerühmtheiten als Steinstatuen aufgestellt. Und es gab da einen Siegesengel auf einer Säule. Also wie in unserem guten alten Berlin. Da wollten wir natürlich hin. Der Engel wächst nämlich gen Himmel.(da gehört er ja auch hin)....Also in Wahrheit hebt sich hier der Untergrund durch den Sumpf jedes Jahr um 20 Zentimeter und daher entstehen immer mehr Stufen zum Podest. Das lässt den Engel wachsen.....Kapiert?....Da es hier an jeder Ecke Starbucks & Co. gab, haben wir uns erst mal ein lecker Häegen Dazs Eis gegönnt. Hallo Amerika...Dann gings in den grössten Park Lateinamerikas. In den Bosque de Chapultepec. Also den Schlosspark. 4 qkm gross. Ein Teil als Grünanlage und der andere Teil als Freizeitgestaltung mit Tretbootfahren, Sportangeboten, Kinderkirmes usw. Erst mal hoch zum Schloss und da so geguckt, wie der Kaiser gelebt hat. Sehr europäisch eingerichtet. Was mir aber auffiel war, dass er nur Silberbesteck hatte und kein goldenes Löffelchen. Wahrscheinlich weil er das ganze Gold in den Kirchen verteilt hat......Naja. Ein paar Ausblicke auf die City gab es, wobei man hauptsächlich das Finanzviertel mit den Börsen und Botschaften sah. Oberhalb von dem Park war das Anthropologische Museum. Davor stand die Schwester des Regengottes Thlamoc, den wir schon von den Mayas kannten. Sie ist als Schwester natürlich die Wassergöttin. Das ist mir absolut logisch. Jippi. Endlich verstehe ich mal was von der Historie. Laut unsrem tollen Plan gab es ca. 4 Blocks entfernt eine ganze Einkaufsstrasse. Also ab dahin. Shoppen war angesagt. Ja das war ja mal ein echt schickes Viertel und nicht für unseren Geldbeutel gedacht. Also haben wir wieder kehrt gemacht und sind mit der Metro in unseren Block. Ich bin froh, dass wir heile angekommen sind, denn zurück hat uns der Tod gefahren (der Fahrer war verkleidet) und der kam auch noch aus Barranca de Muertes (Todesschlucht). Im Nieselregen haben wir dann versucht Bettys Burger zu finden, sind dann aber bei Pirates Burger gelandet. Super lecker. Jetzt sind unsere Koffer gepackt, wir trinken die letzten Cervezas aus, hauen uns aufs Ohr und morgen gehts dann nach Cancun. Sommer, Sonne, Kaktus.....oder...Sonne, Strand und Bier....oder so. Übrigens heissen hier die Metrokarten Taquila nicht zu verwechseln mit Tequila.....Alles spanisch für uns........
Viele Grüsse die Los Latschos
Mittwoch, 2. November 2016
Dia de los Muertes...
Tag der Toten.....Handys.
Erstmal vorneweg: ich habe heute mein Handy verloren und bin daher nur per Mail oder über Judiths Handy erreichbar. Ich fühle mich so nackt und hilflos.
Dafür ging es uns heute morgen wesentlich besser. Judith fing schon um 7 an zu schnattern, da wusste ich: Oje - sie hat jede Menge Worte und Schritte nachzuholen...also, auf gings.
Erstmal ein Kaffee mit Blick auf Zocalo. Die haben die Gebäude nach der James Bond Zerstörung echt gut wieder hinbekommen. Respekt!
Danach der Kathedrale einen Besuch abgestattet und ein Pan de Muerte gefuttert.
Ab gings zum Dia de los Muertes Fest nach Coyojacan. In Mexico Stadts Süden wurde die Tradition erfunden und wird immer noch groß gefeiert. Tolle Märkte, tolle Fressbuden, tolle geschminkte und verkleidete Menschen. Super! Überall Totenköpfe!
Danach wollten wir noch die Festivitäten auf den Friedhöfen bewundern und sind in den Norden gefahren. Kommen aus der Metro raus und landen voll in einem Markt (= Ameisenhaufen). Nach dem wir da rausgefunden haben landen wir voll auf dem Busbahnhof, wo ca. 50 Collectivos gleichzeitig losfahren. Was ein Chaos. Haben uns aber mit Händen und Füssen durchgefragt und sind schliesslich am Friedhof gelandet. Der Wärter ließ uns aber nur für 10 Minuten drauf und so konnten wir nur eine Familie sehen, die mit Lagerfeuer (!) am Grab und Essen und trinken den Verstorbenen huldigte. Ausserdem wurde es dunkel, so das ich nur ein paar geschmückte Gräber knipsen konnte. Also zurück zum Ameisenhaufen und mit der Metro zum Zocalo.
Hier nahm das Unheil seinen Lauf. Handy weg, 1 Mio. Menschen, die sich durch die Strassen pressten, Essen scheisse.....kein Bock mehr.
Cerveza gekauft und ab ins Hostel....na wenigstens hat Bayern gewonnen...:-)
Kulturelle Details wird Judith noch posten....
Hasta la Vista
Dienstag, 1. November 2016
Los Schlappos und Los Schnupfos...
Hola,
da sind wir wieder....Viele Grüsse aus Mexico City!
Erstmal vorneweg: der Canyon und die 0 Grad Klimaanlagen haben uns ziemlich dahingerafft. Ich habe mal wieder eine Erkältung, und Judith hat sich wohl auch einen Infekt eingefangen. Jedenfalls hatte sie gestern Schüttelfrost und war heute ziemlich platt. Liegt jetzt im Bett und schläft sich hoffentlich gesund.
Daher sitze ich hier mit meinen obligatorischen DosXX Dosenbieren (& der neuen Onkelz im Ohr...) und schreibe mal ausführlich (!) die letzten Tage nach....
Also, nach meinem Bruce Willis Gedächtnis Einsatz in der Dusche sind wir nach Xochimilco gefahren. Dort haben wir eine Bootstour zu der Insel der toten Puppen gemacht. Abgefahrene Story: Da ist vor zig Jahren mal ein kleines Mädchen in den Kanälen ertrunken. Der einzige Bewohner der nahegelegenen Insel wurde daraufhin vom Geist des toten Mädchens verfolgt und hat Puppen aus dem Müll und aus den Kanälen gefischt und diese in den Bäumen der Insel aufgehangen um den Geist zu beschwichtigen. Als dies keinen Erfolg zeigte fing er an die Puppen zu verstümmeln um den Geist abzuschrecken. Nach einigen Jahren ist er genau an der Stelle ertrunken, wie das Mädchen auch........krank, oder? Der richtige Stoff für mich...;-)
Ok, danach gings dann zum Flughafen Mexico City um den Wagen abzugeben. Das war die Hölle. Der schlimmste Verkehr und die schlechteste Beschilderung die ich jemals erlebt habe. Aber gemeinsam mit Google sind wir stark und haben es geschafft. Anschliessend Airporthotel und gute Nacht.
Nächsten morgen dann Flug nach Los Mochis und mit Taxi nach El Fuerte. Kamen in der Mittagszeit an. Geisterstadt bei 40 Grad im Schatten.....gaaaaaaanz laaaaaaangsaaaam durch die Stadt bewegt und dann ein paar Cervezas mit den bereits genannten Münchnern getrunken.
Am nächsten morgen gings dann mit dem Chepe in den Kupfercanyon. Coole Zugfahrt. Die alte Lok ächzt, schnauft und kämpft sich bis auf 2300 Meter die Berge hoch und durchquert an die 70 Tunnel, 30 Brücken und div. Haarnadelkurven. Tolle Aussichten, und witzige Leute. Habe mich unterwegs lange mit Amis über Angi, Trump und das Refugeeproblem unterhalten...:-) Angekommen in Creel wurden wir von unserem Guide in Empfang genommen und haben unsere Tour für den nä. Tag besprochen. Cooler Dreadlocktyp! Abends dann mit den Münchnern gegessen und Cerveza und so.....
Arturo (unser Guide) holte uns dann am nä. Tag ab und wir fuhren erstmal zu den Aussichtspunkten des Canyons. Hier konnte man eine Ziplinetour über den Canyon machen, was aber nicht so mein Ding war. Stattdessen fuhren wir mit 'nem Quad über Stock und Stein bis zum vermeintlich höchsten Aussichtspunkt. Das hat mal sehr viel Bock gemacht! Danach haben wir noch eine Tamahurifamilie besucht und weiter ging es zu einem Wasserfall. Hier war Judith voll in ihrem Element und hat erstmal unter diesem gebaden und geplanscht. Danach gings dann zu einem See und dem Valley of the Monks / Frogs / Mushrooms.
Warum die so heissen, sieht man an den Fotos....abgefahrene Felsformationen! Abends dann mit den Münchnern....- ach, ich wiederhole mich...
Nächsten morgen holten Arturo und sein Sohn uns ab, und wir fuhren zu den Wasserfällen von Baseachi. 250 Meter hoch und tolle Ausblicke. Bisschen rumgewandert und weiter gings zu den Mennoniten. Eine aus Deutschland vertriebene Glaubensgemeinschaft, die hier ein neues zuhause gefunden hat. Für Details guckt mal bei Wikipedia. Ganz witzig auf jeden Fall: nach 3 Wochen Mittelamerika endlich mal wieder Deutsche Sauberkeit und Ordentlichkeit gesehen....:-) Arturo brachte uns dann nach Chihuahua in unser Hotel. Hier nur kurzer Rundgang zum Zocalo und dann was futtern. Ende. Aus. Wir waren ziemlich durch. Canyon war recht anstrengend, nachts frostig kalt und kalte Klimaanlage im Auto pustete uns die Bazillen in den Rachen....
Sonntag dann Flug von Chihuahua nach Mexico City und mit Taxi zum Hotel. Was ein Moloch. Was eine Riesenstadt. Wunderschönes historisches Zentrum und drumherum fressen sich die Wohnhäuser der 20 Mio. Einwohner die Hügel hoch. Haben hier ein tolles, spottbilliges Hostel mit coolen Leuten.
Sind dann gestern abend noch losgezogen. Der ganze Zocalo voll mit Leuten, Bühne und allem möglichen Schnickschnack. Jede Menge verkleidete oder geschminkte Leute. Die feiern hier eine ganze Woche lang! Abgefahren! Abends waren wir dann ganz schön durch. Ich hatte Schnupfen nach allerbester Hülsch-Manier und Judith fing an zu frieren/schütteln. Ab ins Bett....mir gings heute besser, aber Judith ist ziemlich platt. Sonst aber keine Symptome. Komisch das Mädel.... Ok, daher heute nur mit halber Kraft vom Zocalo zum Aussichtsturm und über ein paar Märkte geschlurft. Mehr war nicht drin.
Hoffe, morgen gehts besser. Der Plan ist, in einen Vorort von Mexico City zu fahren, wo der Dia de los Muertes enstanden ist, um dort die Festivitäten zu erleben und evtl. mit auf die Friedhöfe zu ziehen.
Morgen feiern wir die Toten. Cheers Mum - ich trink' auf Dich.
Hasta Luego
Sonntag, 30. Oktober 2016
Chihuahuahuahuahua....
Hola zusammen,
also, erstmal Danke für die Genesungswünsche. Die Aktion erinnerte schon stark an Chuck Norris. Großer Schaden - kleine Blessuren...
Judith hatte einen gefährlichen Shampoo-Dusch-und Gleitgel Mix auf dem Boden verteilt....;-)
Wir haben unsere Kupfercanyon-Tour jetzt hinter uns und sind heile in Chihuahua angekommen. Sind ziemlich platt, daher melde ich mich nur kurz. Details wird Judith bestimmt morgen exzessiv erläutern. Wir haben in El Fuerte nette Münchner (Ole Ole!) kennen gelernt, und mit denen die Abende verbracht. Daher kein Post, und aufgrund miesem WLAN keine Bilder. Bin aber gerade dabei einen ganzen Schwung hochzuladen.
Canyontour war Bombe! Morgen früh fliegen wir nach Mexico City....die gute Nachricht: Dieses Jahr findet erstmals (inspiriert vom letzten Bond Film) eine 'Dia de los Muertes' Parade statt. Die schlechte: Sie fand wohl heute statt, wo wir noch nicht da sind...grrrrrrr
Ok, bin dann mal weg...
Hasta Luego Muchachos
& Gracias for Kommentaros
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Los Schwimmos y Los Kaputtos
Hola Kabolla...
Heute mal wieder zwei Storys aus unserem Leben hier in Mechiko. In unserem Hotel im chilligen Oaxaca ist mir ein kleines Milleur passiert, das Martin mir bis heute immer wieder auf meine kleine Gumminase gebunden hat. Ich bin morgens schön in die Dusche gehüpft und habe mich über einen richtig tollen heissen Strahl gefreut. Bisher gab es meistens nur dieses laukalte Gepletscher. Irgendwann habe ich gemerkt, dass meine Füsse voll im Wasser standen und hab zu meinem Muchacho gesagt, dass der Strahl super ist,aber das Wasser blöd abläuft. Mattin rief dann ganz laut:Dreh ab, das Wasser steht schon im Schlafzimmer!!!!Jau. Da hab ich also mal locker unser Zimmer geflutet, weil.... In der Dusche war ein Deckel auf dem Abfluss......Sowas beklopptes. Das hatten wir ja noch nie...Den Abfluss in einer Dusche mit einem Deckel zuzumachen.... Hat doch gar keinen Sinn...Naja, ich dann also schön nackig vor Mattin das Bad gewienert und die Bettlaken wurden als Läufer benutzt. Seitdem kriegte ich immer was zu hören wenn es um duschen oder Wasser ging. Heute morgen aber, war Martin der Kracher ( und das meine ich wörtlich ). Unser Hotelzimmer hatte auf jedem Nachttisch eine Klorolle liegen, es gab Pariser und die Dusche war blau beleuchtet. Also so eine Porno-Romantik-Absteige. Aber alles sauber und frisch duftend. Wir hatten das Hotel mit Parkplatz, aber es gab auch noch das Autohotel, wo man oben ein Zimmer hatte und drunter den Wagen parkte. Wir erkannten da keinen Unterschied, glauben aber, dass wir pro Nacht bezahlen und das Autohotel nach Stunden abgerechnet wird. Naja, auf jeden Fall gab es da diese supergrosse Glasdusche mit der perfekten Beleuchtung. Sogar der Regenduschkopf veränderte seine Farben. Kaltes Wasser blau, heisses Wasser rot. Ich habe in pink geduscht. Jippijeijei.....Die Dusche war ja nun so gross, das wir endlich mal zusammen duschen konnten. Das lief dann so ab: Ich stand schon unterm Strahl, Mattin macht die Glasduschtür auf und sagt: Mach Platz ich komme....Und dann kladderradatsch.....klirr.....Auuuu.....Fuck.......lag er mir zu Füssen in Millionen Glassplittern........Blut an der Stirn, Blut an den Händen, Blut an den Füssen....Ich dachte er spielt Jesus.....Neeee im Ernst ich hab mich ganz schön erschreckt.......Da konnte ich also wiedermal nackig das Bad räumen und Mattin sich erst mal aufm Bett erholt. Die Nase hat nen Kratzer, der Fuss ist knalle lila aber alles beweglich und ein paar Kratzer am Arm. Die linke Hand, die echt wieder topp beweglich ist, hat nix abbekommen. Was für ein Glück wir doch haben.......Naja, dann beim Check-out mussten wir ja sagen, dass die Duschtür nun fehlt und das Zimmermädchen einiges mehr sauber machen muss. Das Gespräch verlief ungefähr so: Judy: Hey, we like to check out and we have to tell you that there is a problem with our shower......You have problem with shower ?.........Yes. It is broken.........Oh that is no problem,......No ? It is completely broken. Should we go to the room together?.......We need a few minutes to check this.........oh. Ok. But we want leave now.......Thats now problem. You can leave..........Really? And the shower?........Thats no problem. Our service will clean it........Ok. Good bye....Gracias.......Alter Schwede. Wir ab zum Auto und Vollgas. Erst mal weg. Jetzt hat sich das Blatt also gewendet und ich kann meinen Süssen aufziehen.....hehehe.....Morgen fliegen wir also nach Los Mochis. Mal sehen was uns noch so erwartet. Bilder macht der Randalemann......Ach ja.... Wir hatten heute übrigens auch noch eine tolle Böötchenfahrt und waren bei den gruseligen Dead Dolls. Siehe Fotos. Und wir haben unseren Mietwagen heute abgegeben. Ab jetzt sind wir also im öffentlichen Verkehr unterwegs. Aufgepasst ihr Mexikaner.....Der beste Fahrer und der beste Führer in Mexiko......
Dienstag, 25. Oktober 2016
Teeeeeoooo....tihuacan
Hola Freunde,
heute mal wieder der Muchacho mit kurzen Infos. Sind ziemlich kaputt von ca. 4000 Treppenstufen die wir auf div. Pyramiden rauf und runter gekraxelt sind....heute morgen also von Puebla nach Teoticuahan gedüst. Unterwegs nochmal Superblick auf den Popocatepetel gehabt - großartig. In Teoticuahan (eine der größten archäologischen Stätten der Azteken) dann die Sonnen- und Mondpyramide bestiegen. Puuuh.... aber Wahnsinn, was eine Riesenstätte. Jetzt pennen wir in einem Vorort von Mexico City. Die Fahrt hierhin war die Hölle...was ein Moloch...was für verrückte Autofahrer...was ein Wahnsinn auf den Strassen. Als ordentlicher Deutscher ist man hier ziemlich verloren. Wir haben es aber geschafft, mit Judiths Kartenlesekunst, einem beschränkten Navi und meiner stoischen Ruhe.... morgen dann eine Bootstour zur Insel der toten Puppen (gruselig!) und dann zum Airporthotel. Übermorgen früh fliegen wir dann nach Los Mochis und dann mit dem Chepe durch den Kupfercanyon...
Wenns klappt gibts morgen früh noch ein paar tolle Bilder von heute.
Buenos Noches
Juditha con Martinez
Montag, 24. Oktober 2016
Fiesta Fiesta Mechikana
Juhu. Vorgestern Abend wollten wir ja nur Essen gehen, sind aber wiedermal in eine Parade geraten. Hihihi. Die Bambule zieht uns an. Es war eine Parade für die ansässigen Köche und die nationale Küche. Es waren die Katholiken, die diese ausgelassene Parade wie einen Karnevalszug gefeiert haben. Daher natürlich auch ein Wagen mit Maria und Jesus am Kreutz, Achtung als echte Personen!!!! Schaut auf die Bilder. Der arme Kerl musste die ganze Zeit bemalt mit Blut und mit ausgestreckten Armen auf einem kleinen Holzklotz stehen. Und dann auch noch auf dem wackeligen Wagen. Also in ganz Mexiko sind die Strässchen bisher aus Kopfsteinpflaster und mit Schlaglöchern. Meistens wurden die Steine von zerfallenen oder durch Erdbeben und Kriege zerschütteten Gebäuden für den Strassenbau benutzt. Ausserdem gab es Pan con Mole y Guacamole (belegte Schnittchen) für uns Zuschauer. Wir sind trotzdem noch in ein lokales Restaurante gestiefelt, direkt am Zocalo (Rathausplatz). Kleine Bettelkinder kamen immer mal wieder an und tippten auf unsere Schulter, schauten aber zum Fernseher über uns weil da NetGeo lief und hielten uns einfach ihre Zigaretten und Kaugummis zum kaufen hin. Sehr lustig die Blagen hier.....Dann sind wir gestern also nach Puebla gefahren. Die Landschaft veränderte sich immer wieder. Also sehr abwechslungsreich. Mal rote Erdeberge, mal Berge mit einzelnen Stachelkakteen und mal mit anderer Gegend. Und nachdem wir gelernt haben, dass Route Cuota nicht Küstenstrasse sondern Mautstrecke heisst, kommen wir auch schneller an unsere Ziele. Puebla ist wiedermal eine Grossstadt von der aus man den zweithöchsten Berg Mexikos Popocatapetl sehen kann. Wenn es denn dann nicht wolkig ist, hat man eine gute Chance. Bei uns war es wolkig und somit sind wir nicht zum Aussichtsörtchen gefahren, sondern die City bekam wieder ihre Chance. Unser Hotel ist übrigens mal etwas teurer und es gab Betthupferl und Alkaselzer im Zimmer. Hui. Das heisst also wir sollten wieder saufen....ok....kein Problem....man muss die Sitten und Gebräuche eines fremden Landes akzeptieren und einfach mitmachen. Spanisch verstehen wir also immer besser. Puebla hat auch wieder ein Künstlerviertel. Da sind wir über mehrere Mercados und Pubs hin und auf dem Rückweg lecker bei zwei Muttis das Pueblagericht Enschilada y Mole poblana ( eingerollter Weizenteig mit einer Creme aus Gewürzen, Chili und Schokolade) gefuttert. Sehr interessante Kombi.....Heute war das Wetter ganz gut, fast alle Wolken weg, also ab nach Cholula. Eine Kirche auf einer alten Pyramidenanlage, wobei die Anlage schon seit den 1540er Jahren mit Gras zugewuchert ist und die Mexikaner bisher nur etwa 2 qkm freigekratzelt haben. Aber es waren auch 9 km Tunnel in dem Grashaufen also die unterirdischen Gänge der Pyramide begehbar. Das reizte uns natürlich. Und der Blick auf den Popoberg. Die Geschichte ist kurz gefasst: Die Spanier haben den Hügel erobert und als siegreiche Katholiken natürlich ihrer Kirche mitten auf den Hügel gesetzt, damit die ganzen lokal Gläubigen keinen Ort mehr zum Beten hatten. Dann haben sie Puebla gebaut um ganz Cholula in den Schatten zu stellen. Das ist ihnen auch bis heute gelungen. Also ähnlich wie Hagen und Hohenlimburg......Morgen heisst es dann wirder gaaaanz früh raus und ab nach Teotihuacan.... 1000 best places in world you must see.....Die eindruckvollste Ruinenstätte der Welt !!! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.....Astaluego Amigos
Samstag, 22. Oktober 2016
Chillen in Oaxaca
Ach wie schön doch Urlaub sein kann. Gestern sind wir nach Oaxaca gefahren. Endlich änderte sich mal die Landschaft. Es ging durch die Prärie...Anderle Anderle.....die schnellste Maus durch Mexiko. Die ersten Kakteen begegneten uns und wurden dann auch bald zu ganzen Bäumen. Das Klatschwetter ausm Regenwaldgebiet verschwand und es war nun eine trockene Hitze. Viel besser für uns zum Aushalten. Aus den Kakteen wird Pulque gemacht. Den haben wir natürlich gekostet. Lecker und süss. Es ging wieder kurvig zur Sache und wir hatten tolle Ausblicke. Hier und da waren Rancheros mit Cowboystiefeln, Jeanshemd und Strohhut auf ihren Pferden zu sehen, die ihre Rinder scheuchten. Dann kamen die Agavefelder. Willkommen im Tequilaland Mezcal. Die Agaven müssen 8-9 Jahre wachsen bevor die Ranchos mit ihrer Machete die Herzen in Erdlöchern zu Saft gären lassen. Mit Hefe und Gedöns wird dann der Schnaps gebraut. Wir haben schon einige probiert, aber unser Gesöff ist es nicht. Auch die Limone mit Chilisalz, die dazu gereicht wird, macht es nicht leckerer. Auf dem Wege haben wir in Yagul und Mila angehalten um ein paar Ruinen zu sehen. Mila war ein echt süsses Dörfchen mit engen Gassen und die Ruinen waren mit der restlichen Stadt verschmolzen. Gefiel uns gut. Dann noch ein kurzer Stopp in Tule. Wir dachten erst hier kommen die Dachgepäckträger her, aber falsch. Hier steht eine 2000 Jahre alte Zypresse mit einem Umfang von 45 Metern. Und das an einem total schicken Platz. Voll ungewohnt für uns. Echt versnobt. Dann kamen wir also an unserem Ziel Oaxaca an. Super Ort hier. Sehr künstlerisch und alternativ mit vielen jungen Leuten durch die Unis hier und endlich gab es mal eine FuZo mit Shops und viele Cafes und Kneipen in Hinterhöfen. Wir entschlossen uns sofort noch länger zu bleiben und einen Shopping und Chill-Tag einzuschieben. Genau der richtige Ort hier. Nach unseren fünf verschiedenen Bierchen gestern und vier Mezcal haben wir heute ausgeschlafen (ein Glück brauchte Martin nur eine Aspirin und keinen Eimer). Dann haben wir gegen 11.00 in einem kleinen Hinterhof gefrühstückt, sind durch Shops und Kunstlädchen geschlendert, haben immer mal wieder im Cafe dem Treiben der Strasse zugeschaut, waren in dem bunten Wirrwarr der Markthallen und haben somit den ganzen Tag verbummelt. Super Urlaub zu haben......findet ihr nicht auch ? Hihihi. Morgen gehts dann also weiter nach Puebla. Hier werden übrigens ständig Knaller verböllert weil in irgendeiner Kirche was gefeiert wird. Hört sich voll an wie Krieg. Bsssssssss.....Peng........ Adios...Mein Fotomann macht seine Arbeit später....
Donnerstag, 20. Oktober 2016
Planlos in Mexico...
Hola aus Tehuantepe
So, nachdem wir unsere so toll geplante Route über kleine Indiodörfer nicht nehmen durften haben wir die Bonbons die die Kinderchen kriegen sollten selbst gefuttert und sind also gestern den ganzen Tag Serpentinen die Berge hoch und wieder runter gefahren bis uns übel war. Immer mal wieder kleine Dörfer haben es möglich gemacht, dass wir für 300 km sieben Stunden im Auto sassen. Wir haben deutsche Lieder gesungen, spanische Geschichte gelesen und mexikanische Eindrücke gesammelt. Unser neues Ziel war Tuxtla. Das haben wir dann auch gegen sechs Abends erreicht. Es gab einen Nationalpark am Rande der Stadt mit Böötchentour und Aussichtspunkten in die Schlucht. Da das letzte Boot gerade rein kam als wir am Pier ankamen, sind wir also rauf auf den Berg und wollten die Mirradores de Canon del Sumidero angucken. Ging aber auch nicht, weil der N.P. schon zu hatte. Tja, da hatte die Natur leider verloren und wir sind in die Stadt gefahren. Tuxtla ist eine Riesenstadt. Sowohl von der Fläche als auch von Menschen. Aber es ist eine tolle Stadt. Endlich sah ich mal Päärchen knutschen und turteln, hübsche Spanier ( die Mexikaner sind alle nicht so dolle ) und es gab die guten alten Schnorrer und Bettler. Auf dem Marktplatz tummelten sich Indios in ihren blau-schwarzen Blümchentrachten und futterten aus Zementsäcken grossen Tüten Nachos und als die Sonne weg war fuhren sie wieder im Pick-up stehend und mit typischem Rancho-Gegröle in ihre Berghütten zurück. Wir dann also auch ab aufs Zimmer und mit Bierchen aufm Balkon neue Pläne geschmiedet. Heute sind wir also ganz früh auf und ab in den N.P. der Schlucht. Alle Aussichtspunkte gesehen. Toll. Bilder muss mein Muchacho Euch laden. Dann hatten wir wieder 300 km vor uns bis Tehuantepe. Ja. Super. Diesmal Schnellstrasse durch die Berge und keine Serpentinen. Diese doofen Taco-Pendechos können uns mal. Jetzt Pool, dann futtern und morgen weiter nach Oaxaca. Danke das ihr euch alle mal gemeldet habt. Wir fühlten uns so verlassen.....BicoBico...
Dienstag, 18. Oktober 2016
Welcome to the Jungle...
...und wieder nur kurz und knapp, weil die Geschichtenerzählerin schon pennt und ich -wie bekannt- ziemlich wortkarg bin.....
In Palenque hatten wir ein super Hotel: kleine Cabanas am Rand vom Dschungel. Erstmal am Pool den Urwaldgeräuschen gelauscht und 2-7 Coronas vertilgt... Heute morgen gings dann recht früh in die Ruinen von Palenque, inmitten des Dschungels. Umgeben von Brüllaffen und unter Beobachtung von Leguanen haben wir diese erforscht. Endlich waren wir mal auf Moskitos vorbereitet: lange Klamotten (bei 40 Grad und 80% Luftfeuchte) und ordentlich mit Repellent eingedieselt....und was war? Keine der Scheissviecher vor Ort! Mann! Aber sehr geil da... anschließend gings zum Wasserfall Misol Ha, wo wir bis auf die Unterbuxen nass wurden...wir mußte natürlich den Trampelpfad hinter den Wasserfall nehmen...
Ursprünglich wollten wir dann die Dschungelroute an der Grenze zu Guatemala nach San Cristobal fahren. Leider war diese gesperrt, so das wir die Autobahn (!?) nach Villahermosa genommen haben. Hier gabs mal wieder Tacos und Cerveza... morgen nach Tuxtla - mit 'nem Boot durch ne Schlucht schippern. Dann sehen wir mal weiter wohin der Wind uns trägt....;-)
Ich versuche gleich mal noch ein paar Bilder hochzuladen. Das WLAN ist aber eher mies...mal sehen was geht...
Was los in Hagen? Keine Kommentare? Liest überhaupt jemand unseren Rotz?
Adios Amigos!
Mattino & Juditha
Sonntag, 16. Oktober 2016
Campeche - Palenque
Ola,
nur ganz kurz, weil wir weiter müssen....kurzer Aufenthalt in Campeche am Golf von Mexico. Gleich fahren wir in den Dschungel an der Grenze zu Belize & Guatemala. Dort befindet sich die Ruinenstadt Palenque.... Details folgen von Judy.
Hab ein Schwung Bilder hochgeladen!
Adios
MaJo
Samstag, 15. Oktober 2016
Merida Muchachos
Wie gewohnt, von mir kurze, knappe Infos wenn Judy pennt....
Heute Abfahrt aus Chichen Itza Richtung Golf von Mexico. Dort kurzen Stopp am Strand von Progreso. Schön, aber mit der Karibik nicht zu vergleichen... dann Weiterfahrt nach Merida - die grösste Stadt in Yucatan. Hier ist Mayafestival: überall Kunst, Kultur, Musik. Nette City.... Morgen gehts dann über die Puucroute nach Campeche. Mit Details aus der Geschichte wird Judy Euch dann wieder beglücken. Ich bin ja eher der Pragmatiker....
Heute abend übrigens im 'La Bierhaus' gespeist....voll mit bayrischen Fahnen und mexikanischen Lederhosenträgern. Sehr witzig. Ich hab mir die Haxe allerdings verkniffen....
Hasta Luego
MaJo
Freitag, 14. Oktober 2016
Chichen Itza (Tempel mit Jaguar und Jade)
So. Heute wieder von mir und diesmal ohne die ganzen Zeilenschaltungen. Ich muss bloggen erst wieder lernen....
Diese Ruine Chichen Itza der Mayas und Tolteken ist wirklich riesig und es gehört zu Recht zu den Weltwundern dieser Erde. Das Schloss des Herrschers war unglaublich. Also wenn man einen Klotz Steine majestätisch wirken lassen kann, dann fragt mal die Mayas, oder schaut euch die Bilder an. In der prallen Mittagszeit haben wir die 8 qkm Arenal erforscht. Naja, ok. Vielleicht waren wir nicht in jedem Winkel. Auch hier gab es wieder Opferstätten und Götterverehrungen. Aber wir haben auch eine Freizeitbeschäftigung der Mayas kennengelernt. Pelota. Das gute alte Ballspiel.
Da war ein rechteckiges Spielfeld das rechts und links eine ca. 8 Meter hohe Mauer hatte. In ca. 7 Metern hing ein Steinring. Durch diesen Ring musste der Ball gespielt werden. Der Ball durfte nur mit den Ellenbogen, Knie, Po oder Hüfte gespielt werden. Der Ball als Sinnbild der Sonne durfte den Boden nicht berühren, da sonst ihr symbolischer Lauf unterbrochen wäre. Entweder mussten die Verlierer für ihre Tat den Sonnenlauf zu unterbrechen mit ihrem Blut sühnen, oder aber die Sieger hatten die Ehre zum Selbstmord weil sich die Götter nur mit den Besten zufrieden geben. Der Selbstmord bestand dann darin sich in die Tiefe der Cenote (Grotte) zu stürzen, da diese der Übergang in die Unterwelt ist, um dann irgendwie in den Himmel zu den Göttern zu gelangen. Also genau so eine Cenote in der wir gestern geschwommen haben. Super, oder ? Unter uns lagen also Skelette und die Totenschädel und über uns kreisten die Fledermäuse. Aber naja. Es hat uns ja auch eine Tarantel beim umziehen zugesehen. Die berühmte mexikanische Tarantel los Spanneros.
In dieser Ruine heute war erstaunlich viel heile und so konnte man auch prima das Observatorium erkennen. Ein riesiges Schneckenhaus aus Stein mit ein paar Luftschlitzen durch die dann an zwei Tagen im Jahr die Sonne kam und dann wusste man es war Beginn oder Ende der Sonnenwende. Also unsere Sommerzeit und Winterzeit. Neu war auch, dass die Schädel der Krieger-Opfer gesammelt wurden und in einem Steinquadrat verwahrt wurden. Die Mauern aussenherum wurden mit Schädeln verziert. Nettes Sammelgrab, bzw. Heldenlager....
Abends haben wir uns dann die Lightshow angesehen. Da wurde dieses Herrscherschloss als Leinwand benutzt und dann die wahrscheinliche Geschichte dieser Majastätte in farbenfrohen Lichtspielen erzählt. Auch wenn es manchmal kitschig wirkte, so war es echt irre. Und da wir uns ja den ganzen Tag mit diesem Ort beschäftigt hatten, war es auch Schnurz, dass die Geschichte nur in spanisch erzählt wurde. Teilweise können wir schon spanisch, anderes bleibt uns einfach spanisch. Martin hat mit dem Stativ glaube ich jede 2 Minuten ein Bild geschossen. Wir werden also ein Daumenkino davon machen.
So. Nach drei Tagen Tacos und Zwiebeln und Bohnen haben wir hier nun einen Leckerbissen für Euch:
https://youtu.be/gs9rcvtmYAA
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Ola Muchachos
So, heute mal in aller Kürze mein Senf zur Reise.... Judy pennt schon (halb neun Ortszeit). Vermutlich ist sie morgen früh wieder um 4 Uhr wach und schreibt dann Geschichten....
Also, heute Tulum (und somit die Karibik) verlassen und zu den Mayaruinen von Coba gedüst. Sehr schöne Stätte inmitten des Urwalds. Brutal warm war es, ich habs mir trotzdem nicht nehmen lassen und hab die höchste Pyramide bestiegen...*ächz*. Danach waren wir zur Abkühlung in einem Cenote schwimmen - großartig! Cenoten sind unterirdische riesige Tropfsteinhöhlen mit supertiefen Wasserbecken. Hier unter Stalakmiten und Fledermäusen über einem ausgiebig gebadet! Top! Außerdem Besuch von Taranteln am Badehaus...:-/ Dann schnell weiter nach Valladolid. Hier supermexikanisch gegessen und tolles Hotel! Morgen gehts nach Chitchen Itza - kaputte Mayastätten gucken!
Bilder kommen leider langsam. Die ham hier nur Schneckeninternetz!
Adios Amigos
Buenos Noches
MaJo
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Kommt mit. Jetzt geht die Reise los....
Hola Amigos.
Der erste Tag:
Gerade angekommen und schon zwei Sachen falsch gemacht.
Am ersten Tag von Mücken zerstochen und am zweiten Tag von der Sonne verbrannt.
Aber ich fang mal von vorne an.
Also der Flug war gut, der Wagen (Eigenprodukt Gol) OK und das Hostel schwierig.
Schwierig deshalb, weil die Aussenanlage super ist. Mit bunten Holzsitzen und chilligen Hängematten,
das Zimmer eine Katastrophe. Es riecht feucht, der Schimmel an der Decke wurde weiss übermalt,
das Wasser kommt aus der Dusche gekrochen wie eine Schnecke ist dafür aber 100 Grad heiss.
Am besten ist die Klimaanlage. Die ist so laut, dass man den Strassenlärm nicht mehr hören kann.
Also voll gute Ankunft für Jetlagger und Klimaumgewöhner. Hihihi. Herecho Mexiko.....
Wir Schwitzis also direkt auf zum Wasser. Karibik. Pippiwarm. Der Weg hin und zurück durch
Mangroven-Sumpfwege. Da waren schon mal so 10 Mückenstiche gesetzt. Aber der Hammer war
dann beim Abendbrot. Ein Cheeseburger für jeden, da hier an der Mayastätte schon alle Willis in
ihrem Bienenhaus sind, aber dafür die Moskitos-Vamps aus unserem Frischblut ein Fest feierten.
Resultat also nun 1000 Stiche und eine Tze-Tze Mücke dabei, denn wir vielen in den Schlaf.
Der zweite Tag:
Gestern also nach ner heissen Dusche und free breakfast on Tuesday (was für ein Glück wir doch haben)
sind wir mit Fahrrädern zur Mayastätte geradelt. Die einzige am Meer übrigens weltweit....
Als erstes begegneten uns kleine und grosse Lizzards und Leguane. Nach dem Nasenbär draussen vom ersten Tag
und der handgrossen Spinne in unserer Dusche aus der Nacht waren das tolle Begegnungen.
Anscheinend sind die Mayas also als Lizziys wiedergeboren, denn hier leben echt viele.
Mayas betrieben Landwirtschaft an einer Stelle übrigens nur einmal. Dann lag das Land 1,5 - 2 Jahre brach.
Für mich ganz normal, denn wenn man bedenkt, das der Mayakalender nur um die 200-250 Tage hat,
dann kommt die Erntesaison nach einem Jahr unserer Zeitrechnung wieder. Ich glaube den Mayas kam
Ihre Zeitrechnung auch spanisch vor, denn in ihren Festungen waren immer wieder kleine Löcher gebaut
um durch den Einfluss der Sonnenstrahlen den Kalender zu überprüfen.
Die Maya-Festung hatte zum Land hin eine Mauer und war zum Meer hin offen. Da drohte keine Gefahr,
weil die Klippen niemand bezwingen kann. Von den ganzen Bauten standen nur noch Teile, aber auf kleinen Tafeln
hatte sich jemand wirklich Mühe gegeben zu malen wie es wohl mal ausgesehen haben könnte....
Mayas glaubten an mehrere Götter. Also nicht so wie die Christen, ein Alleskönner sondern eher so wie mehrere
Superhelden mit verschiedenen Actionfähigkeiten. Und um diese Superhelden zu rufen gab es nicht Luis und Clark
sondern Menschenopfer. Da wurden zum Beispiel Kinder in Käfigen aufgehangen bis sie verhungerten, damit die
Tränen den Regengott holten. Wenn der dann also Mitleid hatte, dann schubste er ne Regenwolke rüber. Super.
Es wurden auch gute Krieger an Füsse und Hände festgehalten und mit einem Steinmesser das Herz rausgeschnitten,
damit die Morgenröte wiederkam. Ganz tolle Kriegsanführer hatten die Ehre nachher vom Volk verspeist zu werden.
Später dann gab es die sogenannten "Blümchenkriege". Da gab es also mal einen Anführer der Schiss vor dem Tod hatte
und keinen Bock verspeist zu werden. Der hat dann seinesgleichen gefunden und die hatten den genialen Plan
Kriege ohne Tote zu führen und nur Gefangene zu nehmen, die dann geopfert werden konnten.
Das Gespräch verlief ungefähr so:
Hola ich bin Herrscher von Tulum und glaube das die Sonne bald nicht mehr aufgeht.
Yepp, kann gut sein ist auch schon ganz diesig heute.
Ich hab aber keinen Bock draufzugehen. Gibst du mir deinen besten Krieger?
Mein Fleisch ist auch ungeniessbar. Aber den Ruhm hätte ich gern. Also gib mir doch deinen.
Mmhh. Hol ihn dir doch, wenn du das schaffst.
Ok. Aber ich brauche ihn lebendig.
Das sollst du " kriegen".
Tja und so entstand der Blümchenkrieg. Die schönste Blume wird gepflückt, mit Wasser am Leben erhalten
und dann geopfert. Das gute an so einem Krieg war, dass man auf Vorrat holen konnte und so für einige Zeit versorgt war.
Wie ein Medikament für den Herrscher. Er gibt sich noch ein paar Sonnenaufgänge.
Die Frauen waren übrigens die Göttin des Mondes und der Fruchtbarkeit. Klar. Hört sich auch viel besser an als Nutten.
Dann gab es den herabfallenden Gott, der für Blitze und Bienenzucht zuständig war. Wie auch immer das zusammen passt.
Einen Windgott gab es übrigens nicht. Denn es gab einen Tempel des Windes. Der war auf einem natürlichen Hügel
auf einer halbrunden Plattform errichtet. Da wurde der Wind gefangen. Warum man Wind fangen muss und wie der Wind
dann von der Mauer wieder weg kam bleibt mir ein Rätsel. So wie einige andere Dinge. Mir fehlt einfach der Glaube.
Soooo. Nach 2 Stunden Geschichtskunde war es nun Mittag und wir wollte unbedingt die Mittagssonne mitnehmen.
Es heisst die macht am rötesten und ist unheimlich schlecht zu ertragen. Also ab an den Beach geradelt und da dann
die Haut mit Salzwasserwellen und Farbe versorgt. Zum Abend hin sind wir dann in die City haben lecker gefuttert
und mit Cervesas versorgt ins Hostel zurück. Von drei Cervesasproben waren zwei Biere mit Salz und eins ein light.
Wir gingen also um ein paar Pesos ärmer aber nüchtern ins Bett.
Sonntag, 9. Oktober 2016
Mit 'nem Sombrero auf....
So geht die Reise los
Nach Mexico, auch ohne Geld
Wenn's sein muss mit 'nem Floß
Und wenn wir drüben sind, drüben sind
Dann wird’s erst richtig schön!
Wir werden sobald wie möglich die ersten Infos und Bilder posten!
Bleibt cool!
MaJo
Freitag, 10. Oktober 2014
Wieder zu hause
Unser letzter Tag ging noch einmal zu den Wasserfällen, wo Martin sich einen Jeballah gekauft hat. Das sind diese langen Gewänder, die die Männer und Frauen im Islam tragen. Die blauen mit goldgelben Verzierungen werden in der Wüste getragen. Das ist nicht etwa um im Sandsturm besser gesehen zu werden, nein, sondern das Blau symbolisiert den Himmel und das Gold den Wüstensand. Die haben aber kurze Arme und Mattin wollte eins mit langen Armen. Die weiss-beigen sind sommerlich dünn und das ist auch die Farbe der Berber, also des ältesten Stammes Marrokkos. Die Ärmel waren natürlich nur 3/4 aber die Grösse passte super. Hinten mit Kapuze, wofür keine Ahnung. Auf jeden Fall sieht er damit aus wie der Bibabutzemann oder einer vom Ku-Klux-Clan, der grosse Berber-Papa..... Für mich gab's ne handgemachte Lederhandtasche mit der schützenden Hand Fatimas (Tochter von der zweiten Frau Mohamed (Sohn von Allah)) und einen lila gefärbten Kristall aus dem Atlasgebirge die seine Cousins in der Nähe von Erfoud ausgebuddelt hatten. Und es wurde natürlich gehandelt, um nur die Hälfte der errechneten Summe zu bezahlen. Wir hatten nicht mehr soviel Bares und in dem Dorf gab es keine Bank, und wir musste noch tanken um nach Marrakech zu kommen. Also waren wir am überlegen etwas nicht zu kaufen. Der nette Händler sagte uns dann Martin und ich sollten doch bitte auf englisch diskutieren, er könnte uns sonst nicht verstehen. Neee, klar. Warum sollten zwei Deutsche miteinander auch deutsch reden. Englisch ist doch viel besser....Als wir uns dann also auf die Hälfte geeinigt hatten, fragte er: You are happy with this ? Ich sagte: Yes, I'm happy. Worauf er meinte: If you are happy, I am happy. Das steht ja auch so im Koran, gell....Ich habe dann auf dem Weg zum Auto wieder gesungen: If you're happy and you know it klapp your hands......klatsch klatsch...... Dann ging es also ab nach Marrakech. Wunderbare Serpentinen, kleine Dörfer wo wieder mal Markttage waren und alles auf der Strasse rumlief, rumfuhr oder rumschleppte und unser Hotel nahe dem Flughafen ein super Haus mit Pool. Nach der kurzen Erfrischung haben wir uns dann das gegenüberliegende Theater/Oper angesehen. Das bietet Platz für 900 Menschen als Freiluftbühne und wenn es Innen fertig ist dann für 1200 mehr. Wegen Renovierung also geschlossen. Da wir uns mittlerweile dem marrokkanischen Style gut angepasst haben, hab ich natürlich den Gärtner angequatscht und wir haben eine private Führung für 5 Euro bekommen. Super. Mit Geld kann man sich hier einige Wege frei machen. Ob das auch so im Koran steht? Dann ging es mit dem Taxi ab zur Einkaufsstrasse Mohamed V (sowas wie die 5th Ave hihihi). Also teure europäische oder weltweit bekannte Läden. Nix für uns. Also ab mit dem Taxi zum Platz Jemaa el fna. Der Marktplatz wo wir vor 10 Tagen das erste Mal Marrokko erlebt haben. Heute waren wir viel entspannter und haben uns auch einfach treiben lassen. Wir wollten uns noch ein paar Souveniers kaufen und natürlich noch ein Marrokko Fussball Trikot. Nach einigen Fehlversuchen Martins Grösse zu erwischen hatten wir endlich eins, das ihm passte. Nun sollte das 40 Euro kosten, weil es ja ein Original war. Na klar. Merkte man am Stoff wie Original das war. Und es war climacool, denn das stand ja auch unten drauf. Jaja, klar. Das Handeln ging los und Martin hielt sich wie immer zurück. Mir macht das Handeln echt Spass. Martin kann das gar nicht mit dem Feilschen. Nun ist das mit den Marrokks etwas schwierig, wenn sie mit einem Mädel handeln sollen, denn jeder Augenkontakt bedeutet eine Aufforderung zum Flirt. Aber ich kann auch mächtig gut flirten und so kommen alle auf ihre Kosten: Martin spart Geld, der Marrokk kann flirten und ich hab meinen Spass. Eine super Sache und ein ganz anderes Gefühl von Kaufrausch. Dann gab's zum Abschluss Couscous und Calamares von den Garständen und beim Verlassen des Platzes zum Taxi schrie der Turm nochmal. Auf Wiedersehen Marrokko. Selbst mir hat es gut gefallen. Auf Platz 1 steht zwar immer noch das bekloppte Amiland, aber der gespenstische Islam (gesprochen iss-lamm) hat einen gutem Eindruck hinterlassen. Viel Dank an alle die mit uns auf der Reise waren.....Kuss-Kuss für alle.........Ali-Berber-Papa und Ali-Berber-Mama
Dienstag, 7. Oktober 2014
Ein nasser Tag
So oft wie heute bin ich noch nie nass geworden.....Da ich gestern früh schlafen war, bin ich heute früh wach gewesen. Da reizte mich natürlich als erstes der menschenleere Pool. Also ab in den Bikini und platsch in den Pool. Erst mal schön ein paar Bahnen geschwommen. Zum trocknen die Haut in die Morgensonne gestreckt und den Blick aufs Meer. Super. Doch dann der Gedanke: Wie doof, warum war ich im Pool, wenn das Meer vor der Tür ist. Also ab aufs Zimmer, Mattin mitgenommen und runter zum menschenleeren Strand. Dann ab in die Wellen. Schon die kleinen hatten einen unheimlichen Sog, dass ich torckelte. Und Mattin war am Strand geblieben. Zugegeben, es war ganz schön cool, aber es war das Meer. Super sauber und feinster Sand unter den Füssen und im Po-tiefen Wasser konnte ich nach der Welle meine Beine sehen. Da muss man doch rein......Dann ab aufs Zimmer. Den Schwimmrock und das T-shirt aus, die waren patschnass weil mich die erste Welle erwischt hat bevor ich es ausgezogen hatte, und unter die Dusche. Zum dritten mal Wasser. Sauberer geht nimmer. Dann lecker bei Mc.Doof gefrühstückt. Das war Martins Wunsch. Meiner hatte sich ja schon erfüllt mit dem Atlantik. Es gab den Mc Arabia, Chickenburger und Cheese-Onions-Kroketten. Kein Kaffee, aber das nahm Mattin in Kauf. Gut gestärkt sind wir dann per Navi-App Zur Autobahn um zu den 100 m fallenden Wasser-Kasskaden zu fahren. Casablanca ist überhaupt nicht Marrokko. Also schnell weg da. Nach der Hälfte der Strecke ging es nur noch über Land weiter. Schilder waren in arabisch, die Menschen sprachen kaum französisch und selbst der Bulle, der ca 100 km von Ouzoud weg wohnt, kannte die Fälle gar nicht. Wir haben es trotzdem ohne Umweg gefunden. Zwischendurch immer wieder wunderbare Ausblicke auf die Schlucht und den ausgetrockneten Ouzoud Fluss. Hoffentlich wird das kein Flip-Flopp. Martins Oberarme wurden wieder trainiert, denn es ging ohne Servo mal wieder Serpentine hoch und runter. Für 300 km mal wieder 5 Std. gebraucht, kamen wir gegen vier am Hotel an. Vorher wurden wir ein paar mal ins offene Fenster gefragt, ob wir einen Führer zu den Fällen haben wollten. Da das Hotel gar nicht ausgeschildert war, sind wir auf die Hilfe der Marrokks eingegangen und haben uns von einem Opi zum Hotel bringen lassen. Er konnte den Weg auf französisch nicht erklären, also sind wir ihm hinterher gefahren. Schnell eingecheckt und dann ab zum Wasser (Nr. 4). Wir hatten erst den gigantischen Blick von oben, dann sind wir ganz nach unten gelatscht (@Susanne:200 Stufen) und dann haben wir in einem Restaurantchen an den Stufen lecker Marrokk-Menue gefuttert. Die Fälle sind von oben super. Von unten nicht so beeindruckend. Jetzt sitzen wir wieder Mal mit Bierchen auf der Dachterrasse und lassen den Abend bei Vollmond ausklingen. An einer Autobahn-Raststätte gab es heute übrigens sowas wie ne Moschee-to-go oder Traveller-Moschee oder Moschee-drive-thru oder so. Sehr lustig. Ohne Turm, Auf der Rückseite der Klos und wurde echt besucht. Ein komischer Glaube. In der Hassan-Moschee gestern habe ich übrigens mal versucht etwas vom islamische Glauben zu erfahren. Der eingebildete Führer sprach ein super deutsch. Also er hat zum Beispiel behauptet, dass man immer Richtung Osten (gen Mekka) betet. Ich hab ihn dann drauf aufmerksam gemacht, dass Mekka ja nicht immer im Osten liegt. Wie zum Beispiel Istanbul. Da ist Mekka doch südlich. Er sagte nein, Mekka ist immer im Osten. Jetzt frage ich mich ob der Koran auch eine andere Weltkugel hat......Die Schafe wurden übrigens geopfert, weil Mohammed (also Allah) den Sohn von Ismail geopfert haben wollte. Ismail war dazu bereit, Mohammed hat dann aber gemeint, ein Schaf tut es auch. Und deshalb müssen nun einmal im Jahr die Schafe statt der Söhne dran glauben. Naja, mal sehen was ich noch so erfahre. An den Wasserfällen haben wir heute übrigens wieder Berberaffen gesehen. Die sollen auch bis zum Riad kommen. Mein Berberaffe will jetzt ins Bett. Also sage ich: Bis morgen ihr lieben..... Mohammed und Aische....
Montag, 6. Oktober 2014
Schau mir in die Augen, Kleines....
Hallo Casablanca!
Heute schreibt der Sultan mal wieder persönlich, da die Sultanine sich bereits lang gemacht hat. Ich bin ja für knackig-knappe Kommentare bekannt, daher pragmatisch kurz und bündig - wie Männer eben so sind....
Heute morgen mussten wir also unser fantastisches Riad in Fes schweren Herzens verlassen und haben uns auf den Weg Richtung Casablanca gemacht. Aus Zeitgründen haben wir auch Meknes und Rabat links liegen lassen und sind direkt nach Casablanca gedüst (ja - über die Autobahn ging es relativ zügig). Auf dem Weg zum Hotel haben wir dann direkt die Megamoschee Hassan II. besichtigt. Wahnsinn. Gigantisch. Zweitgrößte Moschee der Welt (nach Mekka), höchster sakraler Turm der Welt, Platz für 25000 Gläubige und nachts strahlt ein Laser vom Kirchturm gen Mekka.....ich finde es ja persönlich echt krank, aber die Christen sind da ja auch nicht besser.... Ok, auf jeden Fall hatten wir ne Führung von einem ziemlich uninspirierten Marokk, die sich eher wie eine Werbeveranstaltung anhörte. Zum Glück gabs nachher nicht Gebetsteppiche zu kaufen....
Anschließend dann ins Hotel - so ne Luxusclubanlage mit Pool und Spa und Blick aufs Meer und so. Hmmm, ganz nett.
Da es in Casablanca nicht allzuviel anzuschauen gibt, sind wir erstmal am Strand entlang gelatscht und haben kommende Fußballsuperstars beobachtet, dann mit Taxi in die City und da rumgelatscht. Interessante Europäisch-arabische Mischung hier - aber von beidem kein richtiger Flair. Wie es sich für richtige westliche Touristen gehört haben wir dann noch "Rick's Cafe" aus dem Hollywoodblockbuster 'Casablanca' für ein Bier aufgesucht und sind dann in unser Hotel zurück. Also ganz leger alles....
Morgen früh dann zu den Wasserfällen Ouzoud, dort pennen, und übermorgen zurück nach Marrakesch. Dann ist schon vorbei....
Nen Schwung Bilder gibts auch wieder - dank super Wlan in der Luxuskaschemme hier....mehr dann wieder aus Ouzoud.
Bleibt lässig,
Humphrey & Ingrid
Sonntag, 5. Oktober 2014
Sunday bloody Sunday
Heute war das Opferfest und wir wissen jetzt wie es funktioniert. Alle Läden in der Medina hatten geschlossen. Uns hat sich ein ganz anderes Bild geboten und wir fanden es super. Die letzten zwei Tage haben wir immer wieder gesehen, dass die Marrokks Schafe transportierten. Auf den Schultern, auf dem Fahrradlenker, auf dem Mofatank, im Kofferraum, auf der Rücksitzbank, auf dem Bullidach, überall. Und das nur um sie heute alle zu schlachten. In der gesamten Medina von Fes liefen heute Männer mit blutverschmierten T-shirts, Armen und Händen rum. Jeder hatte ein Messer oder eine Machete dabei und die Kinder rannten mit blutverschmierten Schafsfellen durch die Gassen. Überall lagen die frischen noch warmen Schafsfelle vor der Tür. Die jungen Burschen machten die letzten Schafskugeln aus den Därmen und wickelten sie wie eine Wäscheschnur auf. Die Jugendlichen zündelten in den Gassen ein Feuer um dann auf einem Rost den Schafskopf tief schwarz zu grillen. Dann wurden die Hörner entfernt um an das Hirn zu kommen. Das mixt Mutti dann mit ein paar Tomaten und fertig ist die Vorspeise. Die Füsse wurden auch gegrillt und zu Mutti gebracht. Die ganzen Gassen waren voll Rauch von den Feuern, voll Blut vom Schlachten und voller Schafsfelle. Ein unglaubliches Bild. Hatte also eher was vom christlichen Osterfest und dem Lamm das geopfert wird. Alles vor der Tür, damit Allah auch alles sieht. Gegen drei oder vier Uhr wurde es leerer. Alle gingen nun zum Futtern zu Muttern. Zwischendurch einige wunderbare architektonische Eingangsportale, Tore und Hauseingänge. Die Koran-Studenten-Schule konnten wir sogar mit Gebetssaal besichtigen und am Eingang der Moschee haben wir einem Prediger unseren Fotoapparat in die Hand gedrückt und er hat für 1 Euro den Innenraum geknippst. Ein Junge sagte uns, dass das Gerberviertel für uns geöffnet hat, also sind wir für 1 Euro mit ihm durch die Gassen dorthin gegangen. Tatsächlich durften wir durch die Lederfabrik auf die Terrasse und bekamen eine englische Erklärung. Gleich zu Anfang fragte der Führer uns ob wir Interesse hätten nachher in seinem Shop einzukaufen. Als wir dies verneinten, sagte er es wäre ok, aber wir sollten ihn nachher für seine Erklärungen belohnen. Das war fair. Absolut. Und haben wir auch gemacht. Alle waren zufrieden. Tatsächlich habe wir es auch bis zum goldenen Törchen vom König geschafft. Dann sind wir mit dem Taxi zum Sonnenuntergang auf den Südhügel gefahren. Haben da gesessen und gewartet und verarbeitet was wir heute gesehen haben. Kurz vor Sonnenuntergang sammelten sich einige Marrokks dort an. Nur Männer, die den Sonnenuntergang ansahen. Klar, die Frauen mussten wahrscheinlich den Abwasch machen. Marrokks sind also in irgendeiner Art auch romantisch...... Als um 19.00 Uhr die Sonne verschwand, fingen alle Türme der Stadt an zu schreien. Es hörte sich allerdings mehr nach einer Mofagang an, als nach Gesang. Dann verfärbte sich der Himmel in ein super Abendrot. Wahrscheinlich hat Allah sich auch ein Schaf geschlachtet....... Egal. Soll er machen. Es sah toll aus und passte perfekt zum heutigen Tag. Das Eingangstor zu diesem Hügel war plötzlich geschlossen und wir mussten ein bisschen klettern um wieder zur Hauptstrasse zu gelangen. Dann sind wir mit dem Taxi in die Neustadt gefahren. Die sollte total europäisch sein und wir hatten Bock auf Pizza. Auf jeden Fall wollten wir heute keine marrokkanische Küche, wenn ihr versteht. Leider hatten aber auch hier alle Restaurants geschlossen und wir sind in der Mall de Fes bei Pizza hut gelandet. Lecker. Wir hatten direkten Blick auf die Schlange vor dem McDrive. Eine verrückte Stadt ist das hier. Erst haben wir überlegt morgen nochmal kurz in die Medina zu gehen um das bunte Treiben zu erleben. Aber das machen wir nicht. Wir haben so einen tollen Eindruck von Fes, den wollen wir genau so mitnehmen. Morgen geht's dann ans Meer. Casablanca.....Kleines...... Hannibal und Schorn das Schaf.....P.S. Wir konnten einen ganzen Berg Bilder hochladen. Aber wegen der überwachten Verbindung sind die wahrscheinlich nicht richtig sortiert.
Die Karawane zieht weiter
Nachdem ich gestern schon früh schlafen war, war ich heute schon wach bevor um 6 Uhr der Turm schreit und bin dann um 8 Uhr mit dem Vogelgezwitscher aufgestanden. Denn die Vögel kündigen ja bekanntlich den Tag und somit den Sonnenaufgang an. Und nachdem wir gestern wegen dem Wüstensturm ausser Sand nix gesehen haben, wollte ich heute morgen alles sehen. Und ich bekam es volles Ballett. Erst hat die Sonne mich ein bisschen warten lassen, dann ging sie nicht über der höchsten Düne auf, die ich sooooo schön im Visir hatte, sondern daneben zwischen den Palmen und dann war sie so schnell voll da, dass nach 5 Minuten alles vorbei war. Aber ich hab den Quicki genossen. Ich kann euch nicht genau sagen ob die Uhrzeiten stimmen, denn irgendwie war die Zeit in der Wüste noch um eine Stunde mehr verschoben. Hatten wir gar nicht gelesen. Und die Marrokks konnten uns das auch nicht erklären. Ja ja, der Post gestern war ja etwas mager. Also wir waren schon die Attraktion auf dem Quad und den Kamelen. Mattin in seinem Hawaiihemd und ich mit Zöpfe und Hippibrille. Einmal wäre ich fast vom Quad geflogen, weil ich die tolle Dünenlandschaft angeguckt habe anstatt auf die Spuren vom Führer. Es ging aber auch echt manches Mal mit 100 Prozent Gefälle abwärts. Und das wo ich so ein Bergabschisser bin. Aber es war totaler Fetz. Im Gegenteil zum Kamelreiten. Das war eher langweilig. Also ich bin ja schon oft ein Bummelchen, aber Kamele sind total lahm. Die zeigen auch keine Reaktion wenn man sie streichelt. Als Dank bekommt man irgendwann Rotze ab, weil sie ihre Nasen von Sand befreien. Also meine Tiere sind das nicht und ich bin auch nicht mit denen verwandt. So, nun aber weiter zu heute. Als ich Mattin auch endlich wach hatte um ihm meine unglaublichen Sonnenaufgangserlebnisse zu erzählen, haben wir etwas Sand eingepackt und uns auf den weiten Weg nach Fes gemacht. Es waren nur ca. 450 km aber wir haben 8 Stunden gebraucht. Es ging die Berge hoch und wieder runter und wieder hoch und wieder runter. Und es waren so tolle Ausblicke, das wir immer wieder raus und rein und raus und rein ins Auto sind. Und nachdem ich heute morgen meinen Muffin und mein Ei mit der kleinen wilden Katze geteilt habe, habe ich den Kindern aus einem Nomadenzelt Stifte geschenkt, die ich zu Hause gekauft hatte und mit den Berberaffen im Zedernwald meine Datteln, die ich in der Datteloase gekauft hatte. Eigentlich hatte ich mir gestern nämlich Kekse für unterwegs gekauft, aber die habe ich dann an die Wüstenkinder verschenkt. Also beim nächsten Vollmond (und das wird wohl Sonntag sein) startet der Islam hier ein riesiges religiöses Fest. Alle fahren zu ihren Familien und es wird ein Schaf geopfert. Also irgendwie wir Weihnachten nur halt ein Schaf statt der Gans. Ich hoffe nur, dass ich nicht geopfert werde, aber bei den ganze guten Taten, hat Allah bestimmt ein Nachsehen mit mir. Das Riad in Fes war nicht so einfach zu finden. Zum einen war es schon dunkel als wir die Stadt erreicht haben, zum anderen gab es keine lesbaren Schilder und ausserdem hatten wir gar keinen Stadtplan. Schlechte Vorbereitung......naja..... mit en bisschen Fragen und der runtergeladenen Navi-App hat's dann doch noch geklappt. Und wir haben eine super Suite, mit Dachterrasse, Hängematten und wir konnten zwischen Bier, Wein und Whiskey zum Abendbrot wählen. Merci beaucoup Lottofeh. Heute heben wir einen auf dich. Morgen werden wir uns in den kleinen Gassen der Medina verirren und uns dann mit einem Taxi zum Riad bringen lassen. Vielleicht schauen wir auch mal kurz am goldenen Törchen vom König vorbei und gucken ob er das Opferfest feiert. Wir werden berichten. Prost..... Der Lottokönig und seine Sultanine.
Freitag, 3. Oktober 2014
Und......Action!
Salem aleikum!
Heute schreib ich mal - kurz und knackig - wie gewohnt von mir.... Judith liegt schon im Bett. Die Wüste hat sie fertig gemacht....
Also, schön ausgeschlafen, schön in Pool gehüpft, schön durch die Sanddünen gelatscht, schön in Pool gehüpft....und dann:
Mit dem Quad durch die Wüste geheizt....was ne Gaudi. Nach ca. 5 sek. Einweisung (this is gas, this break, have fun) gings los. Dünen rauf und runter, mit Vollgas durch die Wüste bei ca. 40 Grad.... aber geil wars!
Danach dann schön in Pool gehüpft und anschließend eine Runde auf dem Kamel (nein, nicht Judith...) zu großen Düne geritten....
War lustig, leider keinen Sonnenuntergang gesehen, da alles mit Wolken zugezogen (grad auch ein paar Tropfen Regen).
Zum Abschluß des Tages ausgiebig Marokkanisch gespeist... diesmal ohne Bier. Am Wochenende beginnt das Opferfest und da ist es jetzt schon verboten Bier an Marokkaner zu verkaufen. Daher konnte unser Hotelmarokk nichts von dem illegalen LKW besorgen....
Ok, morgen lange Fahrt bis Fes - dort bestimmt wieder mächtig Gewusel.
Versuche immer wieder ein paar Bilder hochzuladen, aber laaaaaaangsamer Upload hier im Wüstennetz....
Bleibt cool!
Ali Baba & Fatima
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Endlich Wildlife
Nach einem super Frühstück mit Crepes und Co sind wir in die Todraschlucht gestartet. Sie sollte durch wehende Wollfäden und Stoffresten die Frauen zur besseren Fruchtbarkeit geopfert haben angekündigt werden. Das einzige was wir wehen gesehen haben waren allerdings die Kleider und Tücher der fliegenden Händler. Aber egal. Die Schlucht haben wir auch so gefunden. Super. Mitten durch die engsten Stellen gefahren und rechts und links nur Felsen. Und das bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Auf dem Weg fetzten auf einmal A-Hörnchen und B-Hörnchen mitten über die Strasse die Felswand hoch. Sie wollten zu C-D-E-F und G-Hörnchen. Das war uns ca. 20 Bilder wert. Schade das das Hochladen so lange dauert. Nach der Schlucht ging es ab Richtung Erfoud und Wüste in der Nähe der Algerischen Grenze. Es wurd karger und sandiger. Und dann eine Kamelkaravane und Kamele auf der Strasse. Jippi. Schon das zweite Mal wildlife heute. Ich weiss immer noch nicht den genauen Unterschied zwischen Kamele, Dromedare und Trampeltiere. Da muss ich mal nachlesen, weil Martin will sich da nicht in meine Familienverhältnisse einmischen hat er gesagt. Blödmann..... In Rasini haben wir uns heute etwas verfahren, aber dann haben uns ein paar rumstehende Marrokks den Weg erklärt. Dafür sollten wir seinen Kumpel mit in die Wüste nehmen. Wir haben dankend abgelehnt, obwohl uns versichert wurde: he is really quiet..... Hihihi.... in unseren Wüstenhotel angekommen, fühlen wir uns voll Touri. Handtücher auf den Liegen für die Poolposition und eine Reisegruppe Deutsche hier. Vor unserem Hotel stehen Kamele, mit denen wir morgen einen Ausritt in die Düne von Erg Chebbi machen werden. Heute Abend waren wir schon zu Fuss im Sand. Ich schön barfuss bis uns eingefallen ist, dass hier Skorpione und Schlangen sein könnten. Martin meinte, dass mich vielleicht eine Plapper-Schlange erwischt haben könnte. Ich hab aber keine gesehen!!!! Zum Abendbrot haben wir zwei kleine wilde Katzen gehabt und jetzt schwirrt eine Fledermaus immer mal wieder eine Runde durch die offene Lobby. Also mehr wildlife an eine Tag geht ja wohl gar nicht. Und der krönende Abschluss heute ist ein Sixpack........Lokal aus Casablanca.......Wir waren schon immer Wüstenfans. Aber ab heute noch mal mehr. Der Wüstenfuchs und die Plapperschlange.
Mittwoch, 1. Oktober 2014
Rock the Kasbah
Ujuijui. Heute sind wir schön bei 30 Grad in der Mittagshitze gestartet. Ab in die Wüste zur Dades-Schlucht. Die Strasse der 1001 Kasbahs ( Lehmburgen) Herrliche Ausblicke, grüne Oasen und Häuser wie Sandburgen. Ausserdem bizarre Felsformationen und Serpentinen durchs Dadestal. Wir sind wieder durch Dörfer gefahren, in denen gerade Markt war und haben bepackte Mulis gesehen, die kaum zu erkennen waren. Und wir haben auch gesehen, dass ein Esel seinem Herrchen abgehauen ist. Der Marrok ist nicht hinterher gekommen. Jippi. Er ist frei.....Und in dem ausgetrockneten Dades-Flussbett habe ich auf einmal gerufen: Halt an. Da sind Affen im Flussbett.....oder Menschen...... ach nee, es sind Kamele.....Hihihi. Bei dem wenigen Wildlife hier, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen ob Mensch oder Tier. Die Kamele waren dann tatsächlich Dromedare....erkennbar an dem Höcker.... Naja, vielleicht wirds ja noch was. Heute ist mir aufgefallen, dass die Menschen die an der Strasse sitzen entweder Jungs, Burschen oder Männer sind. Aber keine Mädchen, Girlies oder Frauen. Die sieht man nur Einkäufe schleppen, Wäsche waschen am Fluss oder Getreide kutschieren. Keine tolle Vorstellung von gemeinsamen Leben finde ich. Unser Hotellchen hier in der Nähe der Todraschlucht, die wir morgen befahren werden, ist super. Nachdem das erste Zimmer keinen Balkon hatte, kamen wir ins nächste und haben nun eine Suite mit Sitzecke, zwei Doppelbetten, Bad und einem Einzelbett. Super. Was so ein paar Worte französisch doch bewirken können. Martin hat sich auch eine super französische Art angewöhnt. Als der Hotelier uns heute morgen auf französisch fragte wie wir geschlafen haben habe ich natürlich geantwortet: Bien, mercie. Und als er Martin dann angeguckt hat, hat er auch einfach geplappert: Bien, bien. Hihihi. Das macht er jetzt mal öfter. Einfach nachplappern. Martin wieder übrigens immer häufiger Alibaba genannt. Ein Glück war Alibaba für die Marroks ein Geschäftsmann mit guten Absichten. Und weil Martin auch gross, mit Zopf und Bart ist, ist er halt Alibaba. Für Bilder ist das Internet hier zu schwach. Es wird immer getrennt. Also nicht wundern, dass nur Briefe von mir kommen. Heute hat es in der Wüste voll geregnet. So ca. 10km lang. Aber bei 30 Grad ist das nicht so wild. Für den Pool war es heute Abend leider zu kalt. Also will damit sagen, dass der Pool unbeheizt ist und wir knalle heiss waren. Also unperfekt. Wir vermissen jetzt schon unser Bierchen am Abend. Wie soll das nur weiter gehen. Wir werden abends nicht müde und gehen spät ins Bett. Dann gehts natürlich am nächsten Tag schwer aus dem Bett und dann erst Mittags los. Kein guter Rythmus.....mit dem jeder nu mit muss. Auf unserem Weg heute sind wir auch durch ein Rosenanbaugebiet gefahren. Super. Wir haben an der Strasse an einem kleinen Shop angehalten um mir Rosenöl zu kaufen. Das Kopftuchgeschwader hat mich erst mal mit allem möglichen eingesprüht bis ich mich selbst nicht mehr riechen konnte. Und dann im Auto bei der Hitze ohne Klimaanlage. Puhuhuh. Martin hatte auch was abgekriegt. Wir sagen also bis morgen. Der schöne Jaques und the stinking Rose...
Dienstag, 30. September 2014
Der Atlas und die Marroks
Heute hatten wir eine herrliche Fahrt durch das Atlasgebirge. Immer wieder eine andere Landschaft und immer wärmer wurde es auch. Serpentinen haben uns bis auf 2250 m gebracht und dann wieder runter nach Ouzazate. Die meisten Flüsse hier waren ausgetrocknet. Es waren eigentlich nur 200 km aber wir haben trotzdem 5 Stunden gebraucht. Die LKWs krochen langsamer als die Fahrräder und 2 Unfälle haben wir gesehen. Aber unser kleiner Dacia Logan ist prima. Gute Reifen, 44.000 weg und optisch nur ein paar Einparkbeulen.... Innen ist er etwas zurück geblieben. Wir bekamen gezeigt, dass die Fenster mit der Kurbel aufgehen und schon in der ersten Kurve meinte Martin, dass die Lenkung schwergängig ist. Ich hab ihm dann gesagt, dass wahrscheinlich nur die Servo fehlt.....Er wird wohl Muskelkater bekommen hihihi.... Die Strassen von Marrokko sind eigentlich einfach zu befahren. Auch wenn wir nicht immer die Schilder lesen können, so ist die grobe Richtung immer klar. Ansonsten einfach geradeaus oder dem Vordermann hinterher. Nachdem wir es gewohnt sind Tieren auf der Fahrbahn auszuweichen sind es hier nun Menschen in jeglicher Art. Menschen mit Schafen, Menschen mit Fahrrädern, Menschen mit Mofas, Menschen mit Esel oder Pferdekarren und Menschen mit anderen Menschen. Also alles ganz easy und irgendwie gewohnt für uns. In Marrakesch war heute irgendeine Pilgerung oder so. An einer Ampel konnten wir erst wegen der auf der Kreuzung stehenden Autos bei grün nicht fahren und dann liefen Massen von Menschen auf der ganzen Strasse. Danach Massen von Fahrrädern und Mofas. Eine Pilgertruppe....ganz klar. In einem kleinen Bergdorf war heute Markt. Da waren Autos echt unerwünscht. Die gesamte Landstrasse wurde als Handelszone benutzt. Und wir mitten durch. Jippi. Das macht Laune. Immer schön aufgepasst, das der störrische Ziegenbock, der gerade seinen Besitzer gewechselt hat nicht unbedingt in unser offenes Fenster springt. Also bitte kleiner Marrokk, schön das Tier an den Hörner fest halten und Oma am Schwanz.....Hat alles gut geklappt. Keine neuen Beulen. Auf der gesamten Serpetinenstrecke durch das Atlasgebirge kamen uns immer wieder Oldtimer entgegen. Irgendeines Rallye wurde hier gefahren und zwar von Europäern.In Ouazazarte gibt es nicht viel zu sehen. Eine Kasbah die aussieht wie eine Sandburg und eine kleine Fuzo mit Restaurants. Nach den zwei harten Nächten haben wir hier ein super Softbett. Und natürlich ist wieder ein Moschiturm in der Nähe. Morgen gehts dann weiter durch das fruchtbares Draa-Tal Richtung Tinghir. Popeye und Olivia....
Montag, 29. September 2014
Total ruhig n Marrakech
Nach dem kurzen Flug gestern und dem netten Taxifahrer sind wir um halb zwölf nachts in unserem Riad angekommen. Total ruhig obwohl wir mitten drin in der Grossstadt sind. Völlig komisch. Nach einem kurzen Ausflug zum Kiosk um die Ecke haben wir auf der Dachterrasse mit Blick auf ein Minarett gechillt und sind dann gegen eins auf das super harte Bett gefallen. Da es so irre warm ist hier haben wir uns entschlossen das Fenster zum Innenhof auf zu lassen. Dies erwies sich als teilweise doof. Gegen sechs Uhr heute morgen begann der Schreihals von dem Muschiturm seine Stimme zu ölen. Super Wecker. Dagegen kam selbst der Hahn und die Tauben nicht an. Ein Glück hat der Krachmacher nach einer viertel Stunde eingesehen, dass alle anderen schlafen wollen und Ruhe gegeben. Wir konnten dann mit Vogelgezwitscher und Taubengurren prima weiterschlafen. Nach einem petit dejeuner mit Baguette und Croissant ging es dann auf in die Gassen der Medina um die Gerüche der Gewürze, Lederwaren, Färber und Garküchen zu erkunden. Toll. Wie das frühere Venedig. Enge Gassen, vorbeirauschende Mofas und quirlige Menschen. Hier kommen noch Eselskarren und vermummelte Menschen hinzu. Aber sonst wie Italien..... hihihi..... Wir haben uns eine ehemalige Koranschule angesehen. Die Studentenzimmer waren winzig. Der ganze Bau erinnerte mehr an einen Knast als eine Studentenunterkunft oder geschweige denn Uni....Dann hat uns ein Typ von der Strasse zu einer Gerberfabrik begleitet. Er ging zur Arbeit und wir haben eine Führung nur für uns durch die Fabrik bekommen. Super. Mit einem Kauderwelsch aus deutsch, englisch, französisch und arabisch haben wir jetzt alles an Wissen und können uns hier selbständig machen. Natürlich habe ich mir nachher ein paar Sultanspuschen aus Kamel und Schafsleder geholt. Den Weg zurück durch die Gassen zu finden war nicht so leicht. Diesmal hatten wir ja keine Begleitung.....hihihi....Aber mit viel fragen und Stadtplan drehen hat es dann geklappt. Noch einmal an den Südrand der Stadtmauer gelatscht um das schöne Stadttor mit den Störchen und ihren Nestern zu knippsen. Jetzt gehts runter auf den Marktplatz was futtern und morgen dann mit dem Auto durch die Massen..... Alibaba und der kleine Räuber....
Donnerstag, 25. September 2014
Ein Urlaub im Märchenland aus 1001 Nacht
Wir freuen uns auf Bazare, Riads, Souks, Medinas, Kasbahs, Couscous,
Minztee, Arganöl, Datteln, Kichererbsen,
Kameltrekking, Atlas-Touren, Sultanstädte und natürlich Casablanca….
Unsere kleine Rundtour fängt in Marrakech an und wird uns dann durch
die Todraschlucht in die Wüste Erg Chebbi führen um dann wieder
über das Atlas-Gebirge zu den Königsstädten Fes, Meknes und Rabat zu
gelangen.
Dann geht's an der Atlantikküste entlang bis Casablanca und wieder nach
Marrakech.
Mal sehen ob uns die idyllischen Bergstädtchen oder die Mega-Moschee
besser gefällt ob wir uns in den Gassen-Labyrinthen zurecht finden und
wie bunt das
Gerberviertel ist.
Also kommt mit auf unsere exotische Reise…..
Salem aleikum, Marokko!
Dienstag, 17. Juni 2014
If you're happy and you know it clapp your hands.......
Juhu. Wir sind happy und klatschen in die Hände, denn wir haben nochmal super geshoppt in Anchorage und wir haben alles in unsere Rucksäcke bekommen. Jippi. Die letzten zwei Tage waren wir noch am Hatcher Pass, der leider wegen zu viel Schneefall gesperrt war und an der Independence Mine. Da sollte es Schwarzbären geben, aber wir haben keine gesehen. Dann haben wir noch einen kleinen Ausflug zu den Thunderbird Falls gemacht und sind da rumgekraxelt.
Morgen gehts dann noch nach Dennis frühstücken, dann den Dreckscamper abgeben und ab zum Flughafen. Wir freuen uns schon auf Mamas Schnitzelchen und auf die Onkelz-Party......Also vielen Dank für euer Interesse und eure Kommentare.....neue Bilder hat der Mattin noch rein gepackt.....Wir sehen uns in good old Germany......der Grizzlybär und das Dallschaf.....
Samstag, 14. Juni 2014
Wow America
Hallo liebe Leser und Leserinnen. Wir melden uns zurück aus der Wildnis des Denali N.P. und wir haben die Bären überlebt. Der Tripp war unglaublich. Aber erst mal wieder von vorn. Wir hatten das Glück einen Camp-Platz mitten im Denali zu bekommen und waren somit voll im Geschehen. Zur Begrüssung des N.P. stand ein Elch für uns parat. Der Park hat nur eine Strasse und die darf nur mit Tourbussen gefahren werden. Touri-Scheisse nicht unser Ding. Aber "Beware the law." Am nächsten Tag hatten wir also so eine Tour gebucht. 11.25 sollte es losgehen. Je näher wir an die Bushaltestelle unseres Campgrounds kamen, umso schlechter wurde das Wetter. Dann fing es an zu schneien. Absolut super. Dicke Schneeflocken fallen den Himmel von Alaska hinunter. I'm singing in the snow...... Der grosse Vorteil war, dass man auf schneeweissem Schnee die Tiere besonders schnell sieht. Der klitzekleine Nachteil war, dass man nicht weit gucken konnte und die Tiere nicht unbedingt an der Strasse laufen. Aber don't worry - be happy. Doreen, unsere Fahrerin, war super und hatte 20Jahre Erfahrung. Dabei war sie gerade mal 30 Jahre alt, schätzungsweise. Amerika - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Sie hat jeden Fotopoint angehalten und siehe da, eine Kaributruppe auf eine Schneewanderung. Die Berge sahen super aus. Ich hätte 'Last chrismas' summen können. Habe mich dann aber für 'hey mr. snowman' entschieden. Den Mt. McKinley kann man nur an ca. 100 Tagen im Jahr sehen, wenn der Himmel richtig klar ist. Wir haben schon den Fuji in Japan nicht gesehen, also warum sollten wir den 6.194 m höchsten Berg Nordamerikas heute sehen? Egal. Am vorletzten Stopp fragte Doreen uns, ob uns in den Sinn gekommen wäre die Tour auf morgen zu verlegen. Wir haben sie total verdutzt angesehen und geantwortet: We booked for it - we go for it. Hahaha. Die Tour ging weiter zum Wonderlake (der grösste See im Park). Es hörte plötzlich auf zu schneien. Schwubs - ein Grizzly, der gemütlich den Hügel neben uns hoch spaziert und es sich da oben bequem macht. Geil Geil Geil... Dann.......die Sonne.......wer hätte das gedacht. Die Wolken wurden weg gepustet und der Himmel wurde blauer und blauer. Ich hatte sowieso gute Laune. Schnee in Alaskas Sommer - was gibt's tolleres. Aber Mattins Laune wurde zusehends besser. Doreen umfuhr eine Bergecke und dann: Mt. McKinley in seiner vollen Grösse. The Giant. Welcome to Denal. Heute war einer dieser 100 Tage!!!!!!! Wer hätte das am Anfang gedacht? Never say never!!! Auf der Rücktour haben sich dann 2 Dallschafe (ähnlich wie Bergziegen, mit Hörnern, aber halt aus der Schafsfamilie) einen Kampf mitten auf der Strasse vor unserem Tourbus geliefert. So richtig mit aufbocken und Hörner-Kopfnüsse. Was für ein Tag. Ach ja und dann war da noch der Grizzly, der auch auf der Strasse lief. Völlig entspannt. Es war eisekalt im Camper. Wir haben uns Nudeln gekocht und hatten Musik beim Dinner. Denn John und Lory aus Wasilla (Alaska) hatten eine Gitarre und eine Okulele mit. Da gab es dann noch Bierchen am Lagerfeuer mit den erlebten Wildlifestorys. Wiedermal ein perfekter Tag in Amiland-Alaska. Am nächsten Tag durften wir den Bus auf gut Glück nehmen. Wir hatten das Glück auf unserer Seite. Der Bus um 10.25 war bis auf 3 Plätze belegt. Wir brauchten ja nur 2. Diesmal ging es bei Sonnenschein und ein paar Wolken los. Und wir haben die big five von Alaska gesehen. Adler, Bär, Karibu, Elch und Dallschaf. Dafür Mt. McKinley nicht ohne Wolken. Aber: Ich schreibe jeden Tag in mein Tagebuch und diesmal habe ich ein vorgefertigtes. Manchmal muss ich reinschreiben, was wir gegessen haben, oder wie ich mich gefühlt habe, oder wie das Wetter war....usw. Gestern durfte ich mir etwas für den nächsten Tag wünschen. Und ich hatte mir gewünscht eine Bärenfamilie zusehen. Schaut euch die Fotos an. Eine Mama mit 2 Kleinen sind dabei. Dieses Buch ist zauberhaft. Ich hatte mir auch schon mal eine heisse Dusche für den nächsten Tag gewünscht und das der Reifen den Schotter-Dalton-Highway schafft. Alles ist bisher in Erfüllung gegangen. That's a miracle. Puhhhh. So. Heute morgen habe ich uns dann echte Ami-Pancakes gebraten, die mit Marplesirup vertilgt wurden (wenn einer Ami-girl, dann ich) und dann sind wir nun am Trapper crek Campground wieder in der Zvilisation angekommen. Die Duschen haben leider schon geschlossen. Aber morgen früh geht's als erstes unter die Familiendusche..... Ich freu mich schon drauf. Habt alle einen wunderschönen Tag. Übrigens, wen's interressiert, wir haben es geschafft bei dem ganzen Weissbrot und Süsskram, Durchfall zu bekommen. Wie? Erzählen wir euch zu hause. Ach ja, und vielen Dank an Shizzo von dessen Server wir uns gerade die neue Kevin Russel runtergeladen haben.... The Happy-Alaskaner.
Dienstag, 10. Juni 2014
Fotos....
Von mir mal wieder kurz und bündig:
Während Judith gerade kocht (!) hab ich mich in das Wlan Netz der 'Spirit of Alaska' Bank gehackt und kann euch mit neuen Fotos beglücken!
So fängt der Bürotag doch lässig an, oder?
Gruß auch an die NSA!
*M*
Survived Dalton und Arctic Circle
Wow Wow Wow..... Unser Camper ist jetzt schlammbraun. Nachdem wir mit vollem Kühlschrank, vollem Tank, vollem Wassertank, vollem Geldbeutel und leerem Abwassertank aus dem Voll-Service-RV-Park frisch geduscht in Fairbanks losgefahren sind, wurde aus weiss immer mehr braun. Der RV in Fairbanks war übrigens furchtbar. Fluglärm, Reihe an Reihe zu parken und früh morgens schon Abfahtsstress der übrigen Camper. Nix für uns. Schnell ab in die Wildnis. Zum Polarkreis hoch gibt es 200 Meilen kein Handy Netz, keine Internetverbindung, 1 Tankstelle und eigentlich nur Gegend. Also eigentlich nur Abenteuer und nix besonderes. Eine Fun-Tour um vor dem Schild 66° ein Foto zu machen. Und das mit unserer Spritschleuder, die schon 120.000 Meilen auf dem Tacho hat und ein Reifenprofil von 1 Millimeter. Wir sind bei super Sonnenschein losgefahren und ab dem schönen Dorfnamen Livengood gings dann mit 70% Schotterpiste mal steil bergauf, dann wieder hinunter, so dass wir wie in der Achterbahn mit hoch gehaltenen Armen geschrien haben bzw. Martin sich am Lenkrad abgestützt hat. Die silberne Pippeliene war immer mit dabei und verlief mal im ZickZack mal unterirdisch mal glänzend gerade neben uns her. An einer Pumpstation der silbernen Lady sind die Männer nicht wirklich redselig. Wir haben angehalten um mal wieder das Öl rauschen zu hören und die Kühlrippen zwitschern zu hören. Da kam sofort ein Wachmann hinaus. Hey......Hello Sir. We just want to take a look and making a photo. Is that OK?.....NO.......Oh than we have to turn around ?..........Yäh..........wirklich nicht gesprächig diese einsamen arbeitenden Alaskaner. Naja, an der Yukon bridge angekommen haben wir dann also getankt. Ein Gastank stand auf dem Boden mit einem Zapfhahn dran. Dann musste man in die kleine Holzhütte gehen, seine Ceditkarte abgeben. Dann wurde der Gashahn auf gedreht und wir konnten zapfen. Nur nachher nicht vergessen die Creditkarte wieder abzuholen. Die Trucks überholten uns einige Male und man merkte schon, dass dies eigentlich eine reine Transportstecke ist und nicht für Besucher wie wir. Aber das war uns schnurz. Nach 9 Stunden rappelliger Fahrt, wir mussten immer wieder irgendeine Schranktür wieder zu machen, endlich das heissersehnte Fotomotive. Ein Holz Schild mit dem Arctic Circle. Der kleine Campground dahinter wurde unser Revier für die Nacht. Diese Nacht werden wir nie vergessen. Nach dem Essen und ein paar Bierchen haben wir bis 1.00 Uhr nachts Mücken gejagt! Dann habe ich uns einen Moskitoschutz fürs Bett gebastelt. Um 2.00 Uhr haben wir dann also noch die restlichen Mücken die während der Bastelstunde ins Schlafgemach geflogen waren bekämpft und sind dann mit einem Tinitus-Surren eingeschlafen. Die Mücken hingen lächzend am Moskitogitter und uns war es so warm (am Polarkreis) dass wir nur unter dem Laken geschlafen haben. Mücken bekämpft man übrigens am besten mit Haarspray. Dann kleben die Flügel zusammen und nix geht mehr. Oder mit der flachen Hand gegen die Camperwände bollern. Das ist auch sehr musikalisch. Am nächsten morgen sind wir aufgestanden mit dem Spruch: Thank you mosquito fighter! Wir sind echt ein super Team. Auf dem Rückweg gestern dann, fing es an zu regnen und unsere Strecke wurde zur super Schlidderfahrt, da immer wieder Matsche auf der Piste war. Abends haben wir uns dann mit Anke und Marcos aus Kölle getroffen, haben fetten Buffalo-Burger gefuttert und dann noch in einer typischen Amibar getrunken. Gegen Mitternacht haben wir uns dann schön auf den Wal-Mart Parkplatz neben all die anderen Camper gestellt und gepooft. Heute gab es dann nach der Abenteuerfahrt reine Entspannung. In der Hot Springs bei Chena River haben wir gechillt. OK.....wir mussten kurz erste Hilfe leisten bei einem 70-jährigen Opi. Der hatte sich vor dem Baden einen Martini bestellt. Er musste ja nach dem Baden noch fahren......Das war aber auch schon die ganze Aufregung von heute. Auf dem Heimweg haben wir noch klassisch einen Elch im Wasser gesehen, und einen Elch mitten auf der Fahrbahn. Jetzt gehts wieder zum Wal-Mart, einkaufen für den Denali-Park, essen machen, Bierchen, Bettchen.
Samstag, 7. Juni 2014
Santa Claus is coming to town
Heute war unsere Route von Paxson über den Nordpol bis nach Fairbanks. Die Pipeline Zini war mal wieder an unserer Seite. Sie ist übrigens schwebend gebaut, damit bei eventuellen Erdbewegungen, die ja hier wegen der tektonischen Platten oft vorkommen, schön mitschwingen kann. Und sie wird von roten Hubschraubern ständig kontrolliert. Ein toller Job. Für uns gab es heute schöne Ausblicke, über Pässe gefahren und dann natürlich der Besuch bei Santa Claus am Northpole. Der Ort heisst hier so, weil irgendwelche Völker vor tausenden von Jahren glaubten hier am Polarkreis zu sein und weil eine Firma hier Spielzeuge herstellen wollte und sich mit dem Herstellungsort bessere Verkaufsbedingungen schaffen wollte. Mittlerweile ist es aber einfach der Wohnort von Santa Claus. Hierhin kommen alle Briefe, die ein Kind an den Nikolaus schreibt. Und wenn man will schreiben die fleissigen Elfen des Nikolaus auch zurück. Nach dem ganzen Kitsch von Weihnachtskugeln und Co, ( fast hätte ich ein Schild gekauft mit der Aufschrift: Dear Santa, leave presents, take sister ) sind wir nach Fairbanks gefahren. Ein trostloser Ort. Einfach nur eine Zwischenstation um zum Arctic circle oder zum Denali N.P. zu kommen. Wir werden uns morgen also auch auf zum Polarkreis machen und übermorgen dann in ein paar Hot Springs mitten im Nichts baden. Heute Abend wurde wieder mal gegrillt und lange Ärmel haben wir nur wegen der Moskitos an. Mit weihnachtlichen Grüssen am gefakten Ort von einem Typen, den es gar nicht gibt.....Die Alaskaner...
Mit dem Tablet am Lagerfeuer in der Wildnis
So, nun schreibe ich Euch mal wieder ein paar Geschichten aus unserem einsamen Lebensabschnitt.... In diesem Kaff Whittier haben wir eine 26-Gletscher-Tour gemacht. Die war der Knaller. Wir hatten strahlenden Sonnenschein der Surprise-Glacier hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Er war am knacken, am krachen, am schmelzen und brachte unser Boot durch seine Wellen zum schaukeln. Also voll am Kalbende. Wir waren begeistert. Außerdem haben wir die Seeotter gesehen, wie sie uns auf dem Rücken liegend ihr weißes Gesicht zu streckten und sich dann lustig im Wasser rollten. Mal rechts herum, mal links herum. Hauptsache in Bewegung. Das waren Tiere ganz nach meinem Geschmack.... Today was the day, where postcards were made......Dann ging es fix wieder durch den Tunnel, noch an den Eklutna Falls vorbei bis nach Palmer. Endlich mal ein Camp Ground mit super heißer Dusche. Plitsch Platsch Place of happiness. Da wir in der Gegend der Riesengemüse und Farmer waren, haben wir einen kurzen Stop an einer Moschusoxenfarm gemacht. Diese behäbigen schwergewichtigen Tiere werden hier gezüchtete, da sie rar sind. Die Weibchen leben ca. 20 Jahre, die Jungs schaffen gerade mal 12 Jahre. Wollt ihr den Grund wissen? Also, in der Brunftzeit rangeln die Jungs und rennen aus weiter Entfernung im Affenzahn mit den Köpfen zusammen. Hier auf der Farm werden den Jungs dann Autoreifen an den Kopp gebunden zum Schutz. Leider war grad keine Brunftzeit, aber das hätte ich gerne gesehen. Auf jeden Fall wissen wir nun wo der Spruch herkommt: Bumsen macht doof.......wir sind dann noch weiter gefahren bis zu Thompson Pass (der schneereichste Pass Alaskas) Da haben wir dann wieder mal fern ab der Strasse mit super Sicht gegrillt und einsam und allein geschlafen........Am nächsten Morgen wurde bei gleichem Panorama in der Sonne gefrühstückt und ab nach Valdez gekurvt. Auch so ein Dorf, dass am Meer endet. Da haben wir dann nochmal eine Bootstour gewagt, weil Tage vorher 12 Wale gesehen wurden. Vielleicht mag jemand mal einen kleinen Betrag auf unsere Kreditkarte spenden, die wird echt geschröpft. Hihihihi. Wir haben super Walflossen und Otter und Wale Wale Wale gesehen. Wir sind begeistert. Auf dem Boot haben wir Anke und Marcos aus der Nähe von Köln kennengelernt. Super gut. Mit den zwei haben wir dann noch in der Lobby gesessen und wifi gehabt und gequatscht. Hoffentlich treffen wir sie in Fairbanks wieder. Die fahren die Tour andersrum.....Heute wollten wir dann nach MC Carthy. Aber nach 50 km Schotterpiste haben wir dann aufgegeben. So sitzen wir nun in der Nähe von Paxson auf einem Campground und grillen mal wieder am Fusse der Alaska Range Berge. Martins Stirn sieht vor lauter Mückenstichen auch schon bald aus wie die Berge Alaskas..... hihihi. Ich bleib ganz gut verschont. Nur weil ich in der Wildnis musste, habe ich ein paar Beulen am Po. Aber das wirkt knackig......finde ich .......Auf dem Weg hierhin hat uns übrigens immer mal wieder das silberne Band der Öl Pipeline begleitet. Sie krabbelt wie ein Tausendfüßer die Berge hoch oder verschwindet wie ein Regenwurm in der Erde. Morgen gehts dann nach Fairbanks. Da haben wir hoffentlich mal wieder Internet und ich kann Euch das alles hier senden. Und Martin kann dann auch noch ein paar tolle Fotos rein laden. Dann habt ihr auch was zu gucken. Wen es übrigens interessiert, die Campingtickets für den Hockenheimring sind in unserem Besitz. Und was Dosenbiersaufen und Grillen angeht sind wir im Super Trainingslager.
Donnerstag, 5. Juni 2014
Gletscher, Wale und super Wetter
Jippie wir haben mal wieder Internet. Jetzt haben wir aber alles gesehen. Wale, kalbende Gletscher und das alles bei klarem Sonnenschein. Fotos kommen später mal. Langsam findet Martin Alaska auch toll. Wir campen fast immer in der freien Wildnis. Hier ist alles möglich. Haben ein Paar aus Köln kennengelernt. Mit denen quatschen wir jetzt noch. Nächstes mal gibts mehr. Fantastische Grusse aus einem tollen Land
Montag, 2. Juni 2014
Das alte Rein-Raus-Spielchen
Die Tour durch den Süden Alaskas haben wir nun erfolgreich abgegrast. Immer wieder raus aus dem Camper, Foto, rein in den Camper. Und das alles bei wunderbaren Sonnenschein. Und zum Abschluss des tollen Tages ein Feuerchen und Grillen am Campground. Und als wenn das nicht schon wunderbar genug wäre, strolcht am Abend noch eine Elchkuh mit einem Kleinen direkt an unserem Camper vorbei. Ich war schon rein gegangen und hatte mein Tagebuch geschrieben, Martin war am Zähneputzen im 'Bad'. Da guck ich nochmal zum Wasser runter und sehe braunes Fell am Fenster. Am Camp Eingang stand: Beware that this is bear area. Da hab ich sofort Martin Martin Martin gerufen. Und dann gesehen, dass es kein Bärenfell sondern Elchbuckel war. Die hat erst mal gemütlich was aus unserem 'Vorgarten' gefuttert, dann aufs Meer geschaut, hat eine andere Elchkuh vertrieben und ist dann weiter gezogen. Da musste ich mein Tagebuch natürlich nochmal ergänzen: 12.30 Uhr Moose & cub. Wiedermal ein perfekter Tag. Heute hat uns den ganzen Tag der Regen begleitet. Trotzdem haben wir eine Bootstour zum Portage Gletscher gemacht und haben frisch gefischtes Gletschereis geschleckt. Geschmackslos und ganz schön kalt. Hihihi. Dann sind wir durch den Tunnel nach Whittier gefahren. Voll abgefahren, Einspurig, mal darf die Portage Seite, mal die Whittier Seite fahren. Eigentlich gibts nen Zeitplan, aber wir haben 1,5 Stunden gewartet, weil im Tunnel irgendwas passiert war. Dann durfte erst die Eisenbahn durchfahren und dann endlich wir. Und dann hatte Martin auch noch ein Dejavue. Er hatte uns schon mal durch den Tunnel mit Eisenbahnschienen fahren sehen. Jetzt hocken wir also in Whittier. Umgeben von Bergen, einem Tunnel der zu hat und dem Meer. Morgen wollen wir dann wieder mal eine Bootstour machen zu 26 Gletschern mit Option Wale und Meerestiere bei Sonnenschein zu sehen. Das hatten wir ja noch gar nicht. Alaska ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Kalt, man freut sich über die Sonne, viel Wasser und ganz viel Eis, außerdem Tiere hautnah. Und trotzdem kein Ort um für immer bleiben zu wollen. Aber traumhaft toll.